Archiv für Juli 2009

Gentrification in Ausstellung und Film

Ausstellungseröffnung und Filmabend in einem: Im Südflügel des Bethanien („NewYorck59″) gibt es am Freitag, den 31. Juli gleich das Doppelpack, und alles zum Thema Gentrification.

Die Ausstellung wurde von (Nord-)NeuköllnerInnen erarbeitet, die sich selbst als Teil einer beginnenden Aufwertung des Kiezes sehen, aber dennoch (oder gerade darum) gegen die negativen Seiten dieser Entwicklung stellen möchten.

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Ahne erklärt die Aufwertung

Woran lässt sich frühzeitig erkennen, dass ein Kiez zum Aufwertungsgebiet wird? Diese Frage treibt viele stadtpolitisch Interessierte um – denn vielleicht kann ja noch gegengelenkt werden, wenn mensch’s nur früh genug erkennt.

Am Ende der Geschichte die Aufwertung festzustellen, ist dagegen sozusagen Kinkerlitzchen. Wenn auch nicht gerade unumstrittene, wie die Auseinandersetzungen in der Gentrification-Forschung ja zeigen.

Wie mensch sich ’nen Kiez vorzustellen hat, der „durch“ ist, erklärt uns Ahne (ehemaliger Surfpoet, das sind die mit dem Gebet gegen die Arbeit):

1. Die Ellenbogenaufstützkissen verschwinden von den Fensterbrettern.

3. Wenn man am Bockwurstimbiss sich eine Bockwurst bestellt, wird man gefragt, was für eine Bockwurst man möchte, die Bockwurst Basilikum-Limone, die Bockwurst Vegetarisch oder die Bockwurst de Luxe (die is mit Senf).

9. Das Kleben von Plakaten übernehmen bezahlte Angestellte.

10. In der Lücke, in die man früher immer gekotzt hat, steht jetzt ein schönes Haus.

Mietenstopp beim Reichestraßenfest

Letzten Samstag war ja nicht nur die große Demo in Friedrichshain gegen Nazis und Nazi-Gewalt, sondern auch noch das Straßenfest im Reichenberger Kiez. Das Mietenstopp-Bündnis war nicht nur mit einem Stand vertreten, sondern auch gleich noch bei zwei Veranstaltungen: Einmal gab es eine informative Kiezführung zu Orten der Aufwertung im Reichekiez. Und dann noch eine Diskussionsrunde zum Thema steigende Mieten, bei der Sigmar Gude von Topos Stadtforschung referierte und Rede und Antwort stand – allerdings waren da schon praktisch alle Mietenstopp-AktivistInnen auf der Demo.

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Bayrische Villa – jetzt mit unabhängiger Mieterberatung!

Am 15. Juli standen zur angekündigten Besichtigung der Bayrischen Villa – Lohmühlenstr. 25 in Alt-Treptow – nicht nur 10 Mietwillige, sondern auch 10 Aktivist_innen vor dem „Prachtstück“, das von der Welker Consulting Projektmanagement feilgeboten wird.

Die Konditionen, zu denen da gemietet werden kann, sind die folgenden: Dort sind 2-3 Zimmerwohnungen mit Eichenparkett, Gästeklo und Fahrstuhl (das Ding hat fünf Stockwerke) zu vermieten. Die Wohnungen mit Kanalblick liegen bei 9,50 €/qm nettokalt – warm sind das dann 925 € monatlich für zwei Zimmer plus Terrasse! Der Gipfel ist das „Penthouse“ mit drei Terrassen: 128 qm kosten warm schlappe 1760 € im Monat, nettokalt sind das 11,60 €/qm!

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Einladung zum Vernetzungstreffen

Am Freitag, den 24. Juli ist das Vernetzungstreffen der Kampagne „Steigende Mieten stoppen!“ zu Gast beim Mieterladen Kreutzigerstraße 23 in Friedrichshain. Losgehen soll es um 18:30 Uhr. (Einladung als PDF)

Gespannt sind wir natürlich besonders auf lokale Initiativen aus Friedrichshain. Neben dem Kennenlernen und Austausch von Informationen soll es weiter darum gehen, wie wir eine stadtweite Kampagne gegen steigende Mieten vorantreiben und verbreitern können.

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