Einladung zum Vernetzungstreffen

Am Freitag, den 24. Juli ist das Vernetzungstreffen der Kampagne „Steigende Mieten stoppen!“ zu Gast beim Mieterladen Kreutzigerstraße 23 in Friedrichshain. Losgehen soll es um 18:30 Uhr. (Einladung als PDF)

Gespannt sind wir natürlich besonders auf lokale Initiativen aus Friedrichshain. Neben dem Kennenlernen und Austausch von Informationen soll es weiter darum gehen, wie wir eine stadtweite Kampagne gegen steigende Mieten vorantreiben und verbreitern können.

Für das Vorfeld der Bundestagswahl steht die Zusammenstellung sogenannter „Wahlprüfsteine“ zur Diskussion, um Parteien und KandidatInnen auf ihre Haltung zum Thema steigender Mieten abzuklopfen. Dabei soll es um jene Teile des Forderungspapiers (PDF) gehen, die sich auf die Bundesebene beziehen (Mietrecht u.a.).

Außerdem sollen Ideen angesprochen werden, sich als Kampagne am bundesweiten Aktionstag des Bündnisses „Wir zahlen nicht für eure Krise“ am 17. September zu beteiligen. Es gibt dort nämlich bereits eine stadtpolitische Arbeitsgruppe namens „Die Krise findet Stadt“, an der sich das Mietenstopp-Bündnis beteiligen könnte.

Beim letzten Vernetzungstreffen am 12. Juni waren wir im Prenzlauer Berg zu Gast bei der Betroffenenvertretung (BV) Helmholtzplatz. Es waren auch viele weitere Initiativen aus dem Bezirk erschienen, darunter die BI Oderberger Straße, Anwohnerinitiative Marthashof und Leute von den BVen Teutoburger Platz und Kollwitzplatz.

Das Treffen wurde vor allem zum Austausch zwischen den Initiativen aus Prenzlauer Berg und den jenen „von außerhalb“ genutzt, da sich einige gegenseitig bis dahin noch gar nicht gekannt hatten.

Besonders von den Schwierigkeiten der Betroffenenratsarbeit wurde berichtet – ein bisher im Mietenstopp-Bündnis noch kaum besprochenes Thema. Einig waren sich die Anwesenden darin, ökonomischen Aufwertungstendenzen in den Kiezen entgegen zu wirken, besonders dort, wo sie zu Lasten einkommensschwacher BewohnerInnen geht.

Dabei geht es nicht nur um die Miethöhen der Wohnungen, sondern auch um die Gewerbemieten: So erlebt so manches Viertel das Aufgeben des letzten Lebensmittelladens, was gerade für ältere AnwohnerInnen eine große Belastung darstellt.

Anregungen für die Arbeit des Mietenstopp-Bündnisses waren die Erstellung eines Ratgebers für Betroffene, den Aufbau eines Rechtsanwalts-Netzwerkes, die Stärkung der Betroffenenratsarbeit und die Forderung nach einem Baulückenmanagement für Wohnprojekte, die sich an einkommensschwache BürgerInnen richten.