Ahne erklärt die Aufwertung

Woran lässt sich frühzeitig erkennen, dass ein Kiez zum Aufwertungsgebiet wird? Diese Frage treibt viele stadtpolitisch Interessierte um – denn vielleicht kann ja noch gegengelenkt werden, wenn mensch’s nur früh genug erkennt.

Am Ende der Geschichte die Aufwertung festzustellen, ist dagegen sozusagen Kinkerlitzchen. Wenn auch nicht gerade unumstrittene, wie die Auseinandersetzungen in der Gentrification-Forschung ja zeigen.

Wie mensch sich ’nen Kiez vorzustellen hat, der „durch“ ist, erklärt uns Ahne (ehemaliger Surfpoet, das sind die mit dem Gebet gegen die Arbeit):

1. Die Ellenbogenaufstützkissen verschwinden von den Fensterbrettern.

3. Wenn man am Bockwurstimbiss sich eine Bockwurst bestellt, wird man gefragt, was für eine Bockwurst man möchte, die Bockwurst Basilikum-Limone, die Bockwurst Vegetarisch oder die Bockwurst de Luxe (die is mit Senf).

9. Das Kleben von Plakaten übernehmen bezahlte Angestellte.

10. In der Lücke, in die man früher immer gekotzt hat, steht jetzt ein schönes Haus.


1 Antwort auf „Ahne erklärt die Aufwertung“


  1. 1 ah 11. August 2009 um 10:39 Uhr

    Eine muntere Debatte um Aufwertungsindikatoren hat sich auf dem Gentrificationblog entwickelt. In Anlehnung an Kathe Newmans Cup-Cake-Mapping in New York werden vergleichbare Distinktionspotentiale in der Berliner Alltagswelt gesucht: „Gentrification ist Geschmackssache“.

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