Räumung und Vertreibung: Keine Privatsache

Für MieterInnen-Rechte zu kämpfen heißt für uns auch, dass wir uns für kollektive Formen des Wohnens einsetzen. Dies unter den Bedingungen des geltenden Mietrechts zu tun, kann nämlich recht kompliziert und schwierig werden. Das Hausprojekt Liebigstraße 14 verfügt zwar über Mietverträge, doch die Eigentümer Suitbert Beulker und Edwin Thöne erkennen wesentliche Teile dieser Verträge nicht an – so zum Beispiel die freie Wahl der BewohnerInnen, wer mit ihnen im Haus wohnen kann und soll.

Beulker und Thöne hatten jetzt wiederholt Erfolg vor Gericht und bringen so nach und nach die einzelnen Mietverträge zu Fall. Als Begründung muss auch der Einbau einer Zwischentür im Treppenhaus herhalten, die es den BewohnerInnen ermöglicht, die Wohnungstüren offen zu halten. Die nächsten Gerichtsverhandlungen sind am 8. September um 10:00, 10:45 und 11:00 sowie am 13. November um 11:15 – jeweils im Landgericht Berlin, Littenstraße 12-17 in Mitte.

Jetzt lädt die Liebig14 für Dienstag abend zu einer Demonstration:

Liebig 14 verteidigen – steigende Mieten stoppen – wir bleiben Alle!

Anlässlich der Prozesse um 4 weitere Wohnungen in der Liebigstr. 14 wollen wir klarstellen, dass es sich bei Mieterhöhungen und Häuserräumungen um ein gesellschaftspolitisches Problem handelt. Auch nach den Prozessen werden wir weiter um unseren Wohnraum kämpfen – zusammen mit den ebenfalls bedrohten Hausprojekten Brunnenstr. 183, Rigaer Str. 94, der Wagenburg Schwarzer Kanal und allen anderen Mieter_innen, die sich wehren.

Dienstag, 8. September, 18 Uhr Bersarinplatz, Friedrichshain


1 Antwort auf „Räumung und Vertreibung: Keine Privatsache“


  1. 1 trudelfisch 10. September 2009 um 18:43 Uhr

    Zum Bericht von der Demo und aktuellen Stand im Verfahren Beulker/Thöne gegen die Liebig14 geht’s hier auf dem Liebig14-Blog oder hier auf Indymedia.

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