Die Krise findet Stadt.

Der kapitalistische Ablauf gerät ins Trudeln und wird von den Regierungen, die kurz vorher noch neoliberale Deregulierung predigten, durch Einsatz enormer gesellschaftlicher Ressourcen massiv gestützt. Und das kostet. Nicht nur ein Grund also, gegen ein Wirtschaftssystem zu protestieren, dem Banken wichtiger sind als soziale Bedürfnisse. Sondern allerhöchste Eisenbahn, sich gegen die zu erwartenden enormen „Einsparungen“ zur Wehr zu setzen, die die spendierfreudige Krisenkasse finanzieren werden.

Denn eins ist klar: Nach der Wahl soll schonungslos zusammengestrichen werden, was noch an Grundgerüst des mehr oder weniger autoritären Sozialstaats übrig ist. Ob ALG2, Sozialprojekte, Bildung, kommunales Eigentum – der Rotstift droht üble Löcher zu reißen, wenn wir uns nicht gemeinsam als Betroffene organisieren und zur Wehr setzen. Dass sich alle fünf größeren Parteien hemmungslos an dieser nächsten Runde der neoliberalen Umstrukturierung beteiligen werden, auch wenn sie sich in unterschiedlicher Rhetorik üben, darauf soll der bundesweite Aktionstag am 17. September hinweisen. Und noch auf vieles mehr.

In Berlin wird es von früh morgens bis in die Nacht hinein eine Fülle von Aktionen geben:


1 Antwort auf „Die Krise findet Stadt.“


  1. 1 trudelfisch 25. September 2009 um 1:19 Uhr

    Allerlei Fotos und Berichte von der Kundgebung an der Senatsverwaltung und anderen Aktionen des Tages gibt es bei Björn Kietzmann, Anna Panek, Abriss Berlin und Indymedia.

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