MieterInnen-Versammlung in Alt-Treptow

Die ‚Initiative gegen Mieterhöhung und Verdrängung in Alt-Treptow‘ stellt am Freitag die Frage „Wem gehört die Stadt?“ Sie hat den Sprecher der Berliner Mietergemeinschaft eingeladen, der über die aktuelle Baupolitik des Berliner Senats berichten wird – und was diese mit den aktuellen Privatisierungen und den steigenden Mieten zu tun hat. Die Kiez-Initiative selbst wiederum wird darstellen, was im Viertel gerade in Bewegung ist.

Ort: Karl-Kunger-Str. 55, Alt-Treptow (Ladenlokal: Loesje)
Zeit: Freitag, 30. Oktober um 19 Uhr
Ziel der Veranstaltung: Austausch mit AnwohnerInnen und Interessierten darüber, wie man Mieterhöhung und Verdrängung begegnen kann. (Einladung als PDF)

Viele AnwohnerInnen berichten von steigenden Mieten und dass es immer schwerer ist, eine günstige Wohnung im Kiez zu finden, wenn man die Wohnung mal wechseln muss. Unübersehbar ist die massenhafte Modernisierung und Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, die nur für einen einkommensstärkeren Teil der Bevölkerung überhaupt erreichbar sind.

Ebenfalls sozial sehr selektiv sind die Neubauprojekte in Alt-Treptow. Es sind ausschließlich teure Stadtvillen, sogenannte Townhouses (moderne, innerstädtische Reihenhäuser) und Baugruppenprojekte. Letztere kommen zwar ohne Profit abschöpfende Immobilienentwickler aus, orientieren aber dennoch auf eine halbwegs vermögende Mittelschicht, denn es sind ebenfalls Eigentumswohnungen, für die mindestens 2000 €/qm auf den Tisch gelegt werden muss. Am Schmollerplatz hat sich gerade eine neue solche Baugruppe angekündigt.

Hier in diesem Kiez, wie auch in der gesamten Stadt, brauchen wir aber dringend Wohnungen für die einkommensschwächere Bevölkerung.

Die Kiez-Initiative bemüht sich seit rund einem Jahr darum, die Mietentwicklung in Alt-Treptow als schwerwiegendes Problem für die einkommensschwachen MieterInnen zu thematisieren.

Die Fotos wurden den folgenden Indymedia-Artikeln entnommen:
19.2.09 // Berlin / Alt-Treptow: Aktion gegen Baugruppe
1.5.09 // Berlin: Radikaler Wandel der Wohnungspolitik