Archiv für November 2009

Mieten-Beitrag zur Mauerpark-Demo

Auf der großen Mauerpark-Demo (Berichte in der taz und Berliner Zeitung, Fotos bei Flickr hier und hier, allerlei bei der Anliegerini Marthashof) waren laut Zählung der VeranstalterInnen rund 2800 Leute. Es gab auch einen Redebeitrag von Steigende Mieten stoppen! – hier ist er:

Redebeitrag zur Mauerpark Demo am 14. November

Es ist doch immer wieder das Gleiche. Bund, Länder und Kommunen gründen private Gesellschaften, übertragen auf diese ihre Grundstücke oder andere öffentliche Güter. Dann vermarkten sie das alles nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten oder privatisieren es ganz gleich um schnell ein bisschen Kohle zu machen. Wenn der Karren dann im Dreck steckt, sagen sie, da können wir nichts machen, das sind halt die Verwertungszwänge.

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Tüchtig was los

Holla! Brechend voll war am Freitag der Veranstaltungssaal im Kreuzberg Museum. Immerhin gut 120 Leute waren gekommen, um allerlei Beiträge zum Thema „Gentrication für alle… – und zwar umsonst!“ zu hören. Und auch am Samstag reichten die Stühle kaum aus, so voll war es in der BV Teute beim Workshop zum Strategienschmieden gegen steigende Mieten.

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Was tun gegen steigende Mieten!?

Dieses Wochenende ist das Wochenende der Strategien gegen steigende Mieten in Berlin: Am Freitag (13.11.) gibt es eine Vorstellung und Diskussion unterschiedlicher Bewegungs-Ansätze ab 20 Uhr im Kreuzberg Museum, und am Samstag (14.11.) erfolgt ab 11 Uhr eine Vertiefung des Strategien-Schmiedens als Workshop in den Räumen der Betroffenenvertretung Teutoburger Platz.

„Unternehmen Stadt ÜBERNEHMEN!“ nennt sich die überregionale Veranstaltungsreihe, in der es anhand aktueller lokaler Probleme und Auseinandersetzungen jeweils um neoliberale Stadtpolitik und Kampagnen/Kämpfe dagegen geht. Und so eben auch in Berlin.

„Gentrifizierung für Alle – und zwar umsonst!“ lautet der etwas provokante Titel der heutigen Abendveranstaltung, zu der Gäste über radikale Organisierung von unten, Forderungen an den Staat und eigene, marktferne Wohnprojekte berichten. Die anschließende Diskussion soll Überschneidungsbereiche und Widersprüche zwischen den Ansätzen ausloten – mit dem Ziel, sie Teil einer gemeinsamen Kampagne gegen steigende Mieten werden zu lassen.

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East Side Gallery Eröffnung: Mietenstopp-Protest

Vor einem ziemlich fetten Presseforum eröffnete am 6. November Wowereit, unser aller SPD-Bürgermeister, die sanierte East Side Gallery am ehemaligen Mauerstreifen zwischen Kreuzberg und Friedrichshain. Diese Gelegenheit ließen sich einige Aktivist_innen nicht entgehen, um gegen Stadtumstrukturierung, MediaSpree, steigende Mieten und die unsoziale SPD-PDS-Politik zu demonstrieren. Mit drei Transparenten wurde die Bühne geentert: „Steigende Mieten stoppen“, „Weg mit der Scheiss-Halle“ und „Schluß mit Gentrifizierung und Verdrängung“.

Ausführlicher Bericht bei Indymedia
Fotos von Berlin Project bei Flickr
Interview mit einem Aktivisten bei Berlin Project

Gentrifier kämpfen für sauberen Reiche-Kiez

Viel Aufregung gibt es zur Zeit im Berliner Blätterwald und im Kiez um die Reichenberger Straße in Kreuzberg, da in einer alten Schule ein neuer Druckraum für Drogenabhängige eingerichtet werden soll. Der bisherige „Fixpunkt“ in der Dresdner Straße war nach einer Kündigung durch den Hauseigentümer geschlossen worden, und angeblich sollen nirgendwo in der Umgebung andere private Hauseigentümer bereit gewesen sein, einen Mietvertrag für eine derartige soziale Einrichtung abzuschließen. Also hatte sich der Bezirk nach eigenen Immobilien umgesehen und war in der Reichenberger Straße 131 fündig.

Katja Schlesinger, eine der InitiatorInnen der Bürgerinitiative gegen den neuen Druckraumstandort, befürchtet eine „Wanderung der Drogenszene“ vom Kotti in ihren Kiez. Familien würden wegziehen und so die „positive Entwicklung des Kiezes“ aufheben, wenn die Fixerstube in der Reichenberger Straße eröffnet werde, glaubt Katja Schlesinger.
Taz Berlin vom 29.10.09: Druck gegen Druckraum

Ja, denn jetzt, wo in der Reichenberger Straße die Carlofts stehen, die Mieten und Durchschnittseinkommen rasant steigen und mit der LPG auch endlich ein großer Bio-Supermarkt aufgemacht hat, schien der aufstiegsorientierten Mittelschicht im Kiez die Entwicklung endlich einmal in den Kram zu passen. Und dann ein Druckraum. Da man ja zu den Guten gehört und die Verantwortung der Gesellschaft auf den Schultern zu tragen meint, muss man auch gleich das größte Gewicht in die Waagschale werfen, das man zu haben scheint: Die eigenen Kinder von der lokalen Schule abzuziehen. (Also ungefähr das, was Unternehmensbosse meinen, wenn sie drohen, ihre Fabriken ins Ausland zu verfrachten.)

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