Horror-Mieten kennzeichnen!

Immer öfter hören wir in Berlin, vor allem in den Innenstadtbezirken, von unglaublich hohen Mieten, die Vermieter fordern. Mal geht es um Mieterhöhungen im Bestand, doch auffälliger sind die Angebotsmieten, zum Beispiel bei im Internet angebotenen Wohnungen.

Teure Mieten kennzeichnen!Uns geht es auf den Senkel, wenn für Wohnungen acht, neun oder auch über zehn Euro pro Quadratmeter verlangt werden. Das ist eine bodenlose Frechheit, die wir zurückweisen müssen. Am wichtigsten ist es natürlich, sich juristisch zu Wehr zu setzen, wenn die Miete einer bewohnten Wohnung erhöht wird. Hierzu gibt es Mieterorganisationen wie die Berliner Mietergemeinschaft, die dabei unterstützen und absichern, damit die Vermieter möglichst wenig durchbekommen.

Hohe Mieten wegen hoher ProfiteAber was machen wir bei den Angebotsmieten? Der Berliner Senat behauptet weiterhin, die Mieten würden sich „moderat“ entwickeln, der Wohnungsmarkt sei „entspannt“, es gäbe also keinen Handlungsbedarf. Doch das Problem ist da, und es weitet sich jede Woche aus. Daher muss es schnell eine Deckelung der Mieten und eine neue, aktive und wirklich soziale Wohnungspolitik geben. Tatsächlich wird sich das Problem, dass der Geldbeutel über die Qualität und die Lage der Wohnung entscheidet, erst beseitigen lassen, wenn wir den Ausstieg aus dem profitorientierten Wohnungsmarkt hinbekommen.

Das wird nur über einen empfindlichen gesellschaftlichen Druck durchzusetzen sein. Dafür müssen wir uns einerseits organisieren, auf die Straße gehen, und den Protest sichtbar machen – unübersehbar. Und ein Teil davon soll es sein, Horror-Mieten außen an den Häusern anzuprangern. Und darauf hinzuweisen, welche unglaubliche Kohle die Vermieter dabei scheffeln, auf Kosten der Mieter_innen natürlich.

Wer Profite senkt, senkt MietenWie geht’s? Zum einen die Preisschilder basteln: PDF herunterladen, ausdrucken, auf farbiges Papier kopieren, nach Belieben ausschneiden, den jeweiligen Quadratmeterpreis eintragen. Zum anderen die Horrormieten lokalisieren: Entweder ihr wisst es sowieso schon von eurem Haus, von Freund_innen oder Nachbar_innen, welche Mieten dort verlangt werden. Oder ihr recherchiert selbst im Internet, z.B. bei Immoscout24, welche Angebote die dreistesten bei euch im Kiez sind.

Ansonsten sei noch auf eines hingewiesen: Auch wenn wir z.B. eine Miete von acht Euro skandalisieren, heißt das noch lange nicht, dass wir eine von fünf Euro gut finden. Wer wenig Geld zur Verfügung hat, für den können auch fünf Euro zu viel sein. Dann hilft auch der Mietspiegel als Argumentationsgrundlage nicht weiter. Also entscheidet selbst, wo bei euch die Wut ansetzt!