Archiv für Juni 2010

Linkspartei mit Veranstaltung zum Problemfall Mieten im Sozialen Wohnungsbau

Wer sich mit kritischen Bemerkungen o.ä. beteiligen/einmischen möchte (zu verweisen sei hier mal wieder auf die Stellungnahme von Steigende Mieten stoppen! zum Thema):

24. Juni Diskussionsveranstaltung „Wie weiter nach dem Ende der Anschlussförderung?“ zur Situation im sozialen Wohnungsbau in Berlin, veranstaltet von der Linkspartei Friedrichshain-Kreuzberg.

Es diskutieren:

Ort: Linkspartei Bürgerbüro, Mehringplatz 7, 10969 Berlin
Zeit: 19.00 Uhr

Lustig, da haben die anscheinend bei der Linkspartei mal wieder überlegt: Wen können wir da von uns nur als „Experte“ hinschicken, hat ja niemand Ahnung vom Thema… Haben sie also mit Fritsch einen Sozialpolitiker herausgepickt, der sich noch nie im Zusammenhang mit dem Thema Sozialwohnungen hervor getan hat. Auf seiner Internetseite, auf der es auch einen Blog mit zahlreichen Stellungnahmen gibt, ist nämlich weit und breit nichts dazu zu finden, und selbst in den endlosen Weiten des Internet ergibt sich kein Zusammenhang zwischen seinem Namen und dem Thema. Das kann ja mal wieder erhellend werden…

Donnerstag Veranstaltung zu drastischen Mietsteigerungen im Sozialen Wohnungsbau

Wir geben hier einfach mal den Einladungs-Flyer (PDF) wieder, der an die Mieter_innen betroffener Gebäude aus dem Sozialen Wohnungsbau verteilt worden ist, wo es in der letzten Zeit drastische Mieterhöhungen gegeben hat, nachdem die öffentliche Förderung für die Gebäude beendet worden war.

Wir bleiben ALLE – gemeinsam gegen Mietsteigerungen!

Info- und Diskussionsveranstaltung gegen Mietsteigerungen mit:
· Joachim Oellerlich, Mitarbeiter der Berliner Mietergemeinschaft
· Sebastian Jung, Mieterinitiative Fanny-Hensel-Siedlung

Donnerstag, 17. Juni 2010
Beginn: 19:00 Uhr
Ort: Café „Die Wille“, Wilhelmstraße 115, Kreuzberg

Liebe Anwohnerinnen und Anwohner,

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Heute Freitags-Info-Café im Neuköllner Schillerkiez

Aktive Leute aus dem Schillerkiez laden heute erstmalig (und leider etwas provisorisch) zum ersten Freitags-Info-Café im Neuköllner Schillerkiez in die Lunte.

Wir wollen bei schönem Wetter, leckerem Störtebekker-Kaffee und Kuchen aufmerksam machen auf die Stadtentwicklungspolitik und -Tendenzen in unserem Kiez.

Mit der Öffnung des Flughafen Tempelhofs, als Berlins neuer ‚Central Park‘ und Nordneukölln, der neuer Szenebezirk der Stadt machen uns die begonnenen Verdrängungsprozesse im eigenen Viertel natürlich Angst und Bange. Mietsteigerungen sind dabei die Grundsteine, aber auch die xenophobe und latent-rassistische Initiative der „Task-Force Okerstraße“ die sich um die „Öffentliche Sauberkeit“ sorgt und gegen Trinker_innen, Sinti- und Romafamilien kämpft finden wir Bewohner_innen als mehr als schändlich.

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Rezeptbuch für stadtpolitische Aktion&Bewegung

Der Arbeitsschwerpunkt Stadt/Raum (ASSR) bei der BUKO hat zur Anregung für stadtpolitische Gruppen (oder solche, die es werden wollen) ein Rezeptbuch „Unternehmen Stadt übernehmen“ (PDF, 800KB) zusammengebastelt.

Dies ist ein vergnüglich zu lesender Aufruf sowohl zur überlegten Vorbereitung von Aktionen als auch zur strategischen Perspektivplanung, die Bewegungs-Dynamiken im Blick hat bzw. aktiv nutzt:

Doch immer mehr Menschen weltweit sagen: Ich esse meine Suppe nicht, nein, meine Suppe ess’ ich nicht! Andere spucken bereits ins neoliberale Essen und vermiesen so den Einheitsbrei. Wiederum andere kochen schon längst ihr eigenes Süppchen auf gemeinsamer, (noch kleiner) Flamme und experimentieren mit neuen Zutaten.

Hier stellen wir ein paar aussichtsreiche Gegenrezepte und -strategien vor. Dabei bedienen wir uns auch einiger in Vergessenheit geratener Rezepte aus der Kochkunst der sozialen Bewegungen. Nicht jedes Gericht benötigt jede Grundzutat. Nicht überall gibt es alles und passt alles. Doch meist lässt sich improvisieren und ausprobieren. Viel Spaß beim Nachkochen und Erfinden von neuen Rezepten!

Es geht also um die vielen Zutaten, die Stadtpolitik erst zur Bewegung machen: Sei es das Salz der breiten Beteiligung oder das feurige Tabasco, damit der Protest ausreichend Schärfe bekommt, sei es das Gährungsmittel Hefe, das den nötigen utopischen Überschuss produziert, der uns über die einzelnen Anlässe hinaus blicken lässt…

Samstag: Mediaspree entern!

Zum Kampf gegen steigende Mieten gehört der Widerstand gegen die kommerzielle Verwertung des Stadtraums, gegen die profitorientierte Aufwertung der Stadt und die Privatisierung kommunaler Flächen. Denn die Aufwertung führt zu steigenden Mieten, und die Privatisierung reduziert die Spielräume, gegen steigende Mieten vorzugehen – jede privatisierte Fläche steht erstmal nicht mehr für neuen kommunalen Wohnungsbau zur Verfügung.

All dieses steht im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen um Mediapsree, das Projekt zur Kommerzialisierung und Privatisierung der Spreeufer zwischen Friedrichshain und Kreuzberg, zwischen Mitte und Treptow. Und natürlich die Frage, wer darüber entscheiden darf, was mit wertvollen städtischen Flächen wie den Spreeufern passieren soll: Die Immobilienentwickler oder die AnwohnerInnen? Für den rot-roten Senat ist die Frage klar: Er will die Investitionskulisse Mediaspree als Standortfaktor und wirtschaftliches Aushängeschild der Stadt unbedingt durchsetzen. Und ein Stopp der Privatisierung der städtischen Flächen am Spreeufer steht für ihn nicht zur Debatte.

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