Knappe Wohnungen, steigende Mieten – neue Besetzungen?

Am Samstag ist mal wieder großer Straßenfesttag in Berlin. Das Friedrichshainer Hausprojekt Jessner41 feiert den 20. Jahrestag der Besetzung, und auch wir von Steigende Mieten stoppen! wünschen uns eine Renaissance dieser praktischen Aktionsform zur Aneignung günstigen Wohnraums angesichts horrender Mieten und knapper Wohnungen.

Das neue Mieterecho (PDF 1,6 MB) nimmt nun erstmals das jahrelang außer Dienst gestellte Wort „Wohnungsnot“ wieder in den Mund bzw. in den redaktionellen Teil des Magazins. Anlass ist das schnelle Schwinden des Berliner Wohnungsleerstands, einem Götzen, dem Stadtentwicklungssenatorin weiterhin huldigt, auch wenn seine Zeit längst abgelaufen ist, angesichts des Missverhältnisses zwischen rasant steigender Zahl der Haushalte in Berlin und der wenigen Neubauten in der Stadt.

Wir erinnern uns: Auf der Megaspree-Parade rief uns ein Transparent zu: „Mit den Mieten steigt auch unsere Wut“. Im Neuköllner Schillerkiez gibt es wegen der befürchteten und bereits zu beobachtenden Aufwertungsprozessen bereits seit einer Weile eine regelmäßig einberufene Stadtteilversammlung. Zum Weisestraßenfest am Samstag soll nun einen Veranstaltung zum Thema steigender Mieten stattfinden, und zwar um 18 Uhr im Stadtteilladen Lunte (Weisestr. 53).

Zuvor gibt es um 16 Uhr eine Veranstaltung mit den Initiativen „Zusammen gegen das Jobcenter Neukölln“, „Kampagne gegen Zwangsumzüge“ und der AG Beschäftigungsindustrie.