Archiv für November 2010

Wohnungsnot vor der Tür – Handeln ist gefragt!

Nach dem Erscheinen des Wohnungsmarktmonitors des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) macht das Wort „Wohnungsnot“ erstmals eine rauschende Runde durch den Berliner Blätterwald: Tagesspiegel, Berliner Zeitung, Morgenpost, Berliner Kurier, Taz und Neues Deutschland berichten.

Auch die Berliner Mietergemeinschaft kommentiert den sich verengenden Wohnungsmarkt – und das tatenlose Zusehen des Berliner Senats:

Der BBU Wohnungsmarktmonitor 2010 ist am 16. November erschienen. „Mit seiner breiten Datenbasis liefert der BBU-Marktmonitor 2010 ein genaues Bild der Wohnungsmarktrealität für breite Schichten der Berliner und Brandenburger Bevölkerung“ stellt der BBU-Marktmonitor eingangs fest. Von dem mit der Untersuchung beauftragten Hamburger GEWOS-Institut wurden über 800.000 Mietvertragsverhältnisse in Berlin und Brandenburg ausgewertet. Zu dem Ergebnis sagte Maren Kern, die Vorsitzende des Vorstands des BBU: „Diese Zahlen machen sehr deutlich, dass wir in Berlin rasch Wohnungsneubau brauchen.“ Bei gleichbleibender Neubauleistung und einem wahrscheinlichen Anstieg der Zahl der Haushalte um 50.000 sei bis 2015 mit einem dramatisch verringerten Leerstand von höchstens 3.000 Wohnungen zu rechnen.

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»Wohnungen für alle!«- Demo am 16. November

Theoretisch haben die meisten Flüchtlinge in Berlin auch das Recht in einer privaten Wohnung zu leben. Doch die Praxis sieht anders aus und so müssen Flüchtlinge in der Realität in Sammellagern leben und haben kein Recht auf selbstbestimmtes Wohnen.

Für das Recht auf die eigene Wohnung, für die Überwindung der inneren und äußeren Grenzen und gegen Lagerunterbringung demonstriert das Bündnis gegen Lager am kommenden Dienstag, den 16. November, um 14 Uhr am Checkpoint Charlie. (U-Bahnhof Kochstr.)

Hier gibt es den vollständigen Aufruf zur Demo, auch auf englisch, französisch sowie farsi, arabisch und russisch.

Bericht vom Graefekiezspaziergang am 7. November

Bericht von der Mieten AG im Graefekiez:

Es wurden Häuser in der Böckhstraße, zweimal Graefestraße, Dieffenbachstraße und Grimmstraße besucht. Dabei hatten wir uns vorgenommen, über die dort stattfindenden Auseinandersetzungen mit den Eigentümern zu sprechen und auch als zweites Thema den Einfluss des Tourismus auf den Kiez zu zeigen. Verdrängung der Mieter_innen, möglichst schnelle Renditesteigerung durch hohe Mieten bei Neuvermietung und Umwandlung zu Eigentum entsprechen aus unserer Sicht im Wesentlichen einer Dynamik der Erzielung von Rendite auf den Immobilienmarkt.

Die Folgen für die Mieter_innen sind die Versuche der Eigentümer, Hindernisse bei der Renditeerzielung zu beseitigen. So sind Eigenbedarfskündigungen auch ein Mittel der Vertreibung besonders von Bestandsmietern, die seit Jahren in dem Mietverhältnis stehen. Hierzu werden alle nahen Verwandten der Eigentümer herangezogen, um – natürlich bei den guten Wohnungen im Immobilienbesitz – neue Miet- und Eigentumsverhältnisse zu erzwingen.

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Schrecken eines liberalisierten Wohnungsmarktes (Mieterecho Nr. 343)

Das neue Mieterecho der Berliner Mietergemeinschaft ist da (hier als PDF, 1,8MB). Es bietet einen Schwerpunkt zur Wohnungsfrage in Polen und analysiert anhand dessen, welche gravierenden Folgen eine radikale Liberalisierung des Wohnungsmarkts mit sich bringt. Mit dabei sind Interviews mit dem Warschauer Mieterverein, sowie mit dem noch recht jungen Gesamtpolnischen Mieterbund - beides Organisationen, die der antikapitalistischen Linken zuzuordnen sind.

Weiterhin gibt es in dem Heft Berichte unter anderem über folgendes:
• Am Wasserturmplatz im Prenzlauer Berg wehren sich Mieter/innen gegen den drohenden Abriss günstiger Wohnungen zugunsten eines neuen Luxuswohnprojekts
• Auch im Neuköllner Richardkiez werden jetzt steigende Mieten diskutiert
• In Moabit will eine lokale Initiative herausfinden, welche neuen Finanzinvestoren sich dort durch Aufkauf von Wohnhäusern breit machen

Ebenfalls noch recht neu erschienen sind eine weitere Ausgabe der „Randnotizen“ aus dem Schillerkiez, herausgegeben von der dortigen Stadtteilinitiative, sowie eine neue Ausgabe des Newsletters „Berlin für Alle – Leben ohne Angst – Stiegende Mieten stoppen!“ (hier als PDF)

Sonntag Kiezspaziergang im Graefekiez


Hurra der Graefekiez ist Spitze! – Die Mieten steigen immer mehr!

Kiezspaziergang der Mieten AG im Graefekiez.
Sonntag, den 7. November
Treffpunkt U-Bhf. Schönleinstr/Ecke Böckhstr 14:00 Uhr

Themen:
• Steigende Mieten bei Neuvermietung
• Entmietung durch Vertreibung der Altmieter
• Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen
• Vermietung von Ferienwohnungen an Touristen
• Mietspiegel und Wohnumfeldverbesserung
• Was ist die aktuelle Mietgesetzeslage?
• Wohin führt die Gier der Eigentümer im Graefekiez?
• Was können wir unternehmen und fordern?
• Welche Mittel gibt es sich zu wehren?

Hier im Graefekiez machen wir dazu einen Kiezspaziergang. Wir wollen die Häuser mit aktuellen Mietauseinandersetzungen besuchen.
Diese Einladung als PDF.

Mieten AG im Forum der Interessengemeinschaft Graefe-Kieze
Email: mieten-ag@graefe-kiez.de

Die AG-Mieten trifft sich wieder am:
Jeden ersten Montag im Monat um 19 Uhr im Kiezbüro in der Dieffenbachstr. 40