MieterInnen stören Wahlkampfveranstaltung mit Gysi

Presseerklärung Nr. 1 der Pressekoordination für die große Mietenstopp-Demonstration am 3. September

Gregor Gysi, Ines Feierabend und Phillip Wohlfeil haben am Dienstag den 9. August in das Cafe „Provinz“ in Alt-Treptow, Berlin, geladen. Cirka 20 bis 30 Menschen aus MieterInneninitativen und Stadtteilgruppen hatten sich mit Plakaten und Schildern dort postiert. Ein kleines Spalier wurde für die PolitikerInnen gebildet, durch das diese gehen mussten.

Der Regierungspartei „Die Linke“ wurde von einem Teil der anwesenden MieterInnen die Beteiligung an einer neoliberalen Stadtpolitik der letzten Jahre vorgehalten. Die Privatisierung von 150.000 Wohnungen und eine Politik der Mieterhöhung und Verdrängung wären konkrete Beispiele.

Die Störung der Wahlkampfveranstaltung, die vor allem als Mobilisierungs- und Motivierungsveranstaltung für Linksparteimitglieder gedacht war, bildet nur den Auftakt für weitergehende Aktionen einer sich formierenden außerparlamentarischen MieterInnenbewegung.

Am 3.9.2011 wird sich diese Bewegung einen sichtbaren Ausdruck geben. Zu der stadtweiten Demonstration haben Stadtteilinitiativen aufgerufen und führen diese an. Das Motto lautet: „Jetzt reichts! Gegen Mieterhöhung, Verdrängung und Armut!“

Wenn die Linkspartei nach acht Jahren Regierung jetzt in diesem Wahlkampf formuliert: „Die Mieter vor Wildwest schützen“ ist das ein Hohn. Unsere Antwort: Die Parteien vertreten uns MieterInnen nicht.

Deshalb sind Parteien, deren Symbole und VertreterInnen von der Demonstration am 3. September ohne wenn und aber ausgeschlossen. Auf der Demonstration werden nur Betroffene zu Wort kommen.

Kontakt: pressekoordination@gmx.de

Update: Berichte von der Gysi-Veranstaltung…
…bei Indymedia: „Mieter/innen geben Gysi Widerspruch“
…bei Karla Pappel: „MieterInnen stören Wahlkampfveranstaltung mit Gysi“


5 Antworten auf „MieterInnen stören Wahlkampfveranstaltung mit Gysi“


  1. 1 Jan 10. August 2011 um 13:03 Uhr

    Finde ich gut!

    Sagt ein Linke – Mitglied. Allerdings nicht aus Berlin.

  2. 2 Anna 11. August 2011 um 12:03 Uhr

    Wer weiß, was die Grünen für Politik gemacht hätten – immerhin sind des viele ihrer Wähler (in der Regel Zugezogene aus dem sonnigen Süddeutschland), die sich Eigentumswohungnen und cool Lofts leisten können, die gerade in Kreuzberg die Gegend zupflastern.
    Sagt eine ehemalige Grünenwählerin. Grün gewählt, bis Steuerersenkungen für Reiche, die Ausweitungen von Leiharbeit und Minijobs bei gleichzeitigen Befreiungen der Finanzmärkte, und ein Hartz IV Regelsatz von 365 Euro umgesetzt wurden.
    Mit den grünen Stimmen wohlgemerkt!!

  3. 3 Harry 14. August 2011 um 19:44 Uhr

    Finde ich sehr gut!

    Man muss bei a l l e n Parteien und Abgeordneten genau hinsehen, was sie machen, auch bei der LINKEN natürlich.

    Die verlogenen Wahlplakate der LINKEN gegen Privatisierung ärgern mich auch. Sie verkaufen über den Liegenschaftsfonds schließlich gemeinsam mit der SPD seit Jahren die landeseigenen Grundstücke an den meistbieteneden Investor !
    Eine soziale und ökologische Stadtentwicklungspolitik interessiert weder die LINKE , noch die SPD. Und ich denke, die Grünen auch nicht.

    Betr. Grüne: ich empfehele sehr das Buch
    „Krieg, Atom, Armut.Was sie reden was sie tun: Die Grünen“
    von Jutta Ditfurth, erschienen 2011. Da zieht es selbst kritischen Grünen-BeobachterInnen nochmal komplett die Schuhe aus:
    Extrem gruslig, was die Grünen seit Jahren für eine antisoziale Politik machen.
    In Berlin wollen sie die Sozialleistungen noch weiter kürzen. Das haben die Landesgrünen vor einigen Wochen im TV (Abendschau) gesagt.

    Wollen die die Leute alle verrecken lassen?

  1. 1 MieterInnen stören Wahlkampfveranstaltung mit Gysi « Steigende … Pingback am 10. August 2011 um 21:14 Uhr
  2. 2 Katharina Weise » Blog Archive » “Rappt Ihr da zusammen?” Pingback am 02. September 2011 um 3:13 Uhr
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