Pressemitteilung: Hoffest im ehemaligen GSW-Haus Wilhelmstr. 7 verboten

Pressemitteilung der Mieter_innen der 23 an die GSW verschenkten Häuser

Heute, Samstag, den 13. August wollten wir ein Hoffest feiern, um uns gemeinsam gegen den 3-fachen Skandal in unseren Häusern zu wehren. Des Weiteren sollte unser Hoffest ein Podium für Menschen sein, die von steigenden Mieten und Verdrängung betroffen sind.

Der dreifache Skandal:

1. 1993 wurden 23 Häuser von der Stadt Berlin an die GSW verschenkt. In den meisten Häusern wurden eine oder mehrere der Auflagen des Schenkungsvertrags gebrochen (Vertrag als PDF-Dokument).

2. Die Häuser werden jetzt – die GSW ist seit Jahren privatisiert und in diesem Jahr an die Börse gebracht worden – nach und nach entmietet, um sie möglichst profitabel weiter zu verkaufen, zu sanieren, neu zu vermieten, zu verwerten. Mieter/innen werden gemobbt, Leerstand systematisch hergestellt, Haussubstanzen verrotten!
Das Haus Schlesische Str. 25 hat sich gewehrt: Räumung durch Polizeigewalt, privater Wachschutz setzt Leerstand durch.

3. Seit einigen Wochen treffen wir uns und wollten heute unser 2. Hoffest feiern. Die Hauseigentümer haben über die Verwaltung Büro Weißenborn, Großgörschenstr. 15 das Fest gestern, am 12. August, verboten und drohen mit Miet- und Zivilrecht.

Wir würden uns freuen, Sie heute bei unserem verbotenen Hoffest in der Wilhelmstr. 7 ab 15 Uhr begrüßen zu dürfen.

Mieterinnen & Mieter der 23 an die GSW verschenkten Häuser