Aufruf der gewerkschaftlichen Erwerbslosengruppen zur Mietenstopp-Demo

Eine andere Mieten- und Wohnungspolitik ist nötig
- Höchste Zeit aufzustehen !

Nach Berechnungen der Berliner MieterGemeinschaft ist der städtische Wohnungsbestand seit 2002 von ca. 400.000 Wohnungen auf heute ca. 260.000 Wohnungen zurück gegangen. Menschen mit geringem Einkommen, Erwerbslose, BerlinerInnen die von staatlicher Grundsicherung leben müssen, werden aus ihren angestammten Wohnungen und Kiezen verdrängt, weil sie die gestiegenen Mieten nicht mehr zahlen können. BezieherInnen von Alg II bleibt immer weniger Geld zum Leben übrig, weil Jobcenter Mieterhöhungen nicht übernehmen wollen. Die Folge: Sie sparen sich die Miete vom Munde ab, um ihre Wohnung nicht verlassen zu müssen.

Der ver.di-Erwerbslosenausschuss und die gewerkschaftlichen Erwerbslosengruppen im DGB Berlin fordern:

  • Die Verpflichtung der öffentlichen Wohnungsbauunternehmen auf die Versorgung aller EinwohnerInnen mit bezahlbarem Wohnraum. Dazu muss das Ziel, möglichst hohe Erträge zugunsten des Landeshaushalts zu erwirtschaften, aufgegeben werden
  • Eine deutliche Anhebung der Richtwerte für die Übernahme der Wohnkosten (KdU) durch die Jobcenter
  • Die Übernahme der anfallenden Heizkosten. Eine Pauschalierung von Heizkosten ist abzulehnen.
  • Kontrolle/Regulierung der Umwandlung von Miet- in Eigentums-wohnungen und Verbot der Zweckentfremdung
  • Neubau bezahlbarer Wohnungen

Unter dem Motto „Jetzt reichts – Gegen Mieterhöhung, Verdrängung und Armut“ bereitet ein Bündnis Berliner Stadtteilinitiativen eine Mietenstopp-Demo vor.

Wir rufen alle Erwerbslosen, Geringverdienenden und prekär Beschäftigten auf: Beteiligt Euch an der Mietenstopp Demonstration am 03. September 2011.

14.00 Uhr vom Hermannplatz
zur Kundgebung
um 17.00 Uhr am Oranienplatz

Aufruf beim ver.di-Erwerbslosenausschuss | Aufruf als PDF


1 Antwort auf „Aufruf der gewerkschaftlichen Erwerbslosengruppen zur Mietenstopp-Demo“


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