Wer hat, dem wird gegeben

Eine schöne Gegenüberstellung beim Kiezer Weblog vom Klausener Platz: Wahlkampflyrik und die Managergehälter der städtischen Wohnungsunternehmen. Allen voran die satten Zuschläge bei Markus Terboven (252.738 Euro, +16,5%) und Hendrik Jellema (243.956 Euro, + 7%) vom Vorstand der Gewobag, im Vergleich von 2010 zu 2009. Die Gewobag ist am Klausener Platz und anderswo bestens für ihre Mieterhöhungspolitik bekannt. Nun wissen die betroffenen Mieter/innen nicht nur, dass der Berliner Senat seine Wohnungsbaugesellschaften zur Mietpreissteigerung antreibt, sondern dass die Manager dafür auch bestens belohnt werden.

Christian Wilkens, Finanzvorstand der Gesobau, bekam 2010 ein Jahresgehalt von 245.900 Euro (+ 15%), der Vorstandsvorsitzende Jörg Franzen gar 290.300 Euro. Peter Hohlbein erhielt satte 610.631 Euro für die Leitung der Berliner Immobilienholding und Jürgen Marx, Chef der Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land, 259.000 Euro.

Zumindest versteht man, warum die betreffenden Leute die Berliner Mieten für geradezu spottbillig halten müssen.

Update: Auch aus Charlottenburg gibt es einen Treffpunkt für die Mietenstopp-Demonstration am Samstag: Um 13 Uhr am Mieterclub, Neue Christstraße 8.