Mieterhöhungen nach der Wahl

Nach der jungen Welt meldet es nun auch die Berliner Zeitung: In der städtischen Wohnungsgesellschaft WBM ist die Order ausgegeben worden, größere Mieterhöhungen vor der Wahl zu unterlassen. Nach dem 18. September soll dagegen der Mietspiegel voll ausgereizt werden.

Es ist offensichtlich, was hier gespielt wird: Weitere Mieterhöhungen sollen der SPD nicht die Wahl verhageln. Dabei sieht es zur Zeit so gut für die „Sozialdemokraten“ aus: Seit 1989 ununterbrochen in der Regierung, werden sie wohl auch in den nächsten fünf Jahren maßgeblich bestimmen, wer in die begehrten Führungsposten der städtischen Wohnungsunternehmen gehievt wird. Selbstverständlich, dass die Geschäftsführer_innen und Vorstände sich den (hinter vorgehaltener Hand geäußerten) Bitten aus dem Senat und der Landespartei nicht verschließen. Dazu braucht es keine formellen Weisungen, zu denen man sich womöglich öffentlich bekennen müsste.