Archiv für Dezember 2011

Versammlung der Taekker-Mieter/innen

Am 10. Januar versammeln sich Kreuzberger Taekker-Mieter/innen, um Aktivitäten gegen den Verkauf ihrer Wohnungen zu besprechen. Um 19 Uhr im Nachbarschaftshaus Centrum e.V. in der Cuvrystraße 13/14 im Wrangelkiez. Taekker-Mieter/innen aus anderen Bezirken/Ortsteilen sind ebenfalls willkommen.

Stadtvernetzt-Treffen

Am Sonntag (11. Dezember) ist wieder das Vernetzungstreffen der Kiez­initiativen. Um 14 Uhr in der New Yorck, Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz 2a (Kreuzberg)

Themen u.a.: Unsere Beiträge zur Frühjahrsoffensive der Mieterbewegung? Und wie können wir Stadtvernetzt verbreitern? Wie können wir die Gründung weiterer Kiezinitiativen anregen und unterstützen?

MieterEcho zu Mieterinitiativen

In den letzten zwei Jahren sind sie fast wie Pilze aus dem Berliner Boden geschossen: Mieter- und Kiezinitiativen bilden sich in immer größerer Zahl in der Stadt. Kein Wunder – nimmt der Druck auf dem Berliner Wohnungsmarkt ja auch rasant zu, und die Renditen der Immobilienwirtschaft ebenso.

Das neue MieterEcho Nr. 351 widmet sich schwerpunktmäßig einer Reihe von Initiativen, in denen sich Mieter/innen für ihre Rechte und Interessen einsetzen. Mit dabei sind unter anderem: Das Mietenpolitische Dossier, die 23 verschenkten GSW-Häuser, die Kiezgruppe Mitte/Prenzlauer Berg, Karla Pappel in Alt-Treptow, sowie Mietenwahnsinn stoppen aus Hamburg und Aktivist/innen aus Israel.

Große Resonanz bei Taekker-Mieter/innen

Am Dienstag kamen über 80 betroffene Mieter/innen der Firma Taekker – allein aus den Kreuzberger Häusern des Unternehmens – zu einer Versammlung in den Graefekiez. Viele berichteten von Wohnungsvermessungen, die in den letzten Wochen vorgenommen worden seien, um die Miet- in Eigentumswohnungen umwandeln zu können. Dafür wird nämlich eine sogenannte Abgeschlossenheitsbescheinigung benötigt.

Hintergrund dessen ist, dass sich das Mutterunternehmen Taekker verspekuliert hatte und im Zuge der Finanzkrise heftig in Schieflage geraten war. Nun werden in kurzer Zeit möglichst viele Besitztümer liquide gemacht, d.h. gewinnbringend verkauft. Gerade in Kreuzberg lassen sich zur Zeit immer höhere Profite durch Umwandlung und Verkauf von teilweise gar maroden Eigentumswohnungen machen.

Die anwesenden Mieter/innen waren sich jedenfalls schnell einig, werterhöhende Entmietungsmaßnahmen und den Verkauf der Wohnungen nicht hinzunehmen. Eine Internetseite zwecks Austauschs von Fakten und Tipps sowie ein Email-Verteiler wurden angelegt. Das nächste Treffen soll am 10. Januar um 19 Uhr im Nachbarschaftshaus Centrum e.V., Cuvrystraße 13/14, stattfinden.

Kontakt zur Taekker-Mieterinitiative Kreuzberg via Mieten-AG Graefekiez:
Per E-Mail an mie­ten-​ag(ät)grae­fe-​kiez.​de
Mieten-AG im Graefekiez-Forum

Kiezgruppe Mitte / Prenzlauer Berg stellt sich vor

Für viele gelten die Altbezirke Mitte und Prenzlauer Berg bereits als „verloren“. Doch wer das behauptet, kennt die betroffenen Kieze nicht. Denn immernoch wohnen auch viele Mieter/innen mit geringen Einkommen noch in diesen beiden Stadtteilen. Und sie sind einem immensen Verdrängungsdruck ausgesetzt. Hauseigentümer können gerade hier immense Profite machen, wenn sie Altmieter loswerden, Wohnungen modernisieren und als Eigentumswohnungen verkaufen oder in Ferienwohnungen umwandeln.

Gegen diese Entwicklungen hat sich in diesem Jahr eine neue Stadtteilinitiative gegründet, die Kiezgruppe Mitte / Prenzlauer Berg. Aus dem Zusammenschluss alternativer und selbstorganisierter Kultur- und Wohnprojekte „PiMP – Projekte in Mitte und Prenzlauer Berg“ entstanden, hat sich die neue Initiative den allgemeinen Mietsteigerungen zugewandt.

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