Archiv für Januar 2012

Bür­ger_in­nen­be­tei­li­gung als Ve­hi­kel für wirt­schafts­li­be­ra­len Staats­um­bau?

Tho­mas Wag­ner, Autor des Bu­ches „De­mo­kra­tie als Mo­gel­pa­ckung“ ist der Frage nach­ge­gan­gen, warum sich aus­ge­rech­net die neo­li­be­ra­le Ber­tels­mann Stif­tung und Ex-​BDI-​Chef Hans-​Olaf Hen­kel für Kon­zep­te der Bür­ger­be­tei­li­gung in­ter­es­sie­ren. In­ter­es­sant dazu ist sein Ar­ti­kel in der Jun­gen Welt: „Die De­mo­kra­tie, die sie mei­nen“.

1. Fe­bru­ar um 20 Uhr
Zie­lo­na Gora, Grün­ber­ger Stra­ße 73 (Fried­richs­hain)

Boom-Town Berlin

Die Bevölkerungszahl Berlins wächst rasant. Dies hat das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg bekannt gegeben (siehe PDF). Allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres stieg die Anzahl der Berliner_innen um 30.000 an und erreichte damit die höchste Zahl seit 1944.


Doch wo wohnen diese 30.000? Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) schätzt einen Mehrbedarf an Wohnraum allein innerhalb dieser neun Monate auf 18.000 Wohnungen, während lediglich der Bau von 2.700 Wohnungen genehmigt worden seien.

Es wird eng

Die Nachfrage steigt geradezu dramatisch, das Angebot stagniert – die Folge dessen sind weiter steigende Mieten und eine zunehmende soziale Segregation. Entgegen wirken kann nur der Neubau von Wohnungen und eine gerechtere Verteilung des vorhandenen Wohnraums – z.B. durch den Ausstieg aus der kommerziellen Wohnraumbewirtschaftung.

Heimsuchung durch Liebig14-Untote

Im Februar letzten Jahres wurde die Liebig 14 durch ein massives Polizeiaufgebot geräumt. 25 Menschen verloren ihr Zuhause und Berlin verlor einen weiteren Ort für alternative Kultur, für emanzipatorische politische Organisation. Ein Ort des Widerstands wurde auseinandergerissen und ein Gebäude wurde wieder der vollen kapitalischen Verwertung zugeführt. Wir sind nach der Räumung in kollektiver Wut auf die Straßen gezogen. Ein Jahr danach fordern wir Euch auf, die Straßen wieder in Euren Besitz zu nehmen.

  • Weil Räumungen, vom Linienhof zum Schokoladen, von der Köpi bis selbst zum Tacheles, weiterhin emanzipatorische Projekte auseinanderreißen …
  • Weil unsere Niederlagen und Verluste nicht vergessen werden dürfen sondern unsere Wut weiterhin nähren müssen …
  • Weil wir uns wehren müssen gegen den Nihilismus des Kapitalismus, der uns erstickt … Wehren gegen eine Stadt, die für den Profit gemacht ist …

2. Februar (Jahrestag)
10 Uhr Mahnwache vor der Liebig 14, im XB-Liebig und auf dem Wagenplatz Convoi
Den ganzen Tag Performances, Workshops, Diskussionen (von Radical Theory Berlin), Musik und warme Suppe
ab 19 Uhr Konzert im Jugend[widerstands]museum Galiläakirche

4. Februar
15 Uhr ab Bersarinplatz
Zombie-Parade: Liebig14 – Return of The Living Dead
20:30 Uhr „Liebig 14 Never R.I.P“ Antirepressions-Solikonzert in der Köpi

Weitere Termine werden folgen: Schaut mal wieder auf liebig14.blogsport.de, wo ihr auch Details zu den obigen Terminen findet.

Leerstand belegen – besetzen!

30. Januar um 19 Uhr
Versammlungsraum im Mehringhof,
Gneisenaustr. 2a (Kreuzberg)

„Leerstand belegen – besetzen!“ Mieter/innen mit kleinen Einkommen werden massiv aus dem Innenstadtbereich verdrängt, während gleichzeitig Wohnungen und Gewerberäume aus spekulativen Gründen leer stehen. Grund genug für eine neue, offensive Besetzungskampagne – aber nicht im üblichen linken Szene-Klüngel, sondern mit denen, die von steigenden Mieten und Verdrängung am härtesten betroffen sind. Wie das gehen kann, soll an heute Abend diskutiert werden, nachdem die Gruppe Leerstand belegen in den letzten Monaten bereits einiges erarbeitet hat.

„Zurückholen, was uns gestohlen wurde“

Obdachlose Familie besetzt Haus in Brooklyn
Dezember 2011 – Eine obdachlose Familie besetzt ein zwangsgeräumtes Haus in Brooklyn (New York). Die Besetzung wurde von der Nachbarschaft und durch die Occupy Bewegung unterstützt.

Leider klappt es nicht, das Video von Labournet.tv hier auf Blogsport einzubinden. Also am besten dort, bei Labournet.tv anschauen – es lohnt sich!