Aufwertungs-Lakaien auf die Pelle rücken

Oliver Igel, Karrierist, als rechtsaußen in der SPD und Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick bekannt, besitzt die Unverfrorenheit, den Kungerkiez mit einem Besuch zu beleidigen. Herr Igel ist strammer Befürworter des Baus der A 100. Das alleine reicht so Manchen schon aus, ihn mit Teer und Federn aus dem Kiez zu jagen. Darüber hinaus ist er gegen den „sozialen Wohnungsbau“, indem er der „Aufwertung“ des Kiezes das Wort redet. Hinter dieser Phrase verbirgt sich sein Engagement für den Bau von Eigentumswohnungen, der Ansiedlungen von Investoren und Geschäfts-, Büro- und Hotelbauten.

Am Donnerstag, 23. Februar um 19 Uhr
im Cafe Grenzenlos, Plesserstr.1

Dass arme Menschen, ob einkommensschwache RentnerInnen, Hartz IV-EmpfängerInnen, Alleinerziehende, prekäre Mittelschicht etc. sich im Kiez kaum noch halten können, interessiert Herrn Igel einen Scheißdreck. Im Gegenteil: Im Wahlkampf war dieser Mensch mit einigen seiner sauberen „Genossen“ sich nicht zu schade, die Arbeit der Stadtteilinitiative „Karla Pappel“ anzugreifen und zu ihrer „Zerstörung“ aufzurufen.

Dazu muss man sagen, das dies ein Zeichen der Schwäche war. Weil die SPD politisch bis heute nichts anzubieten hat, was den Stopp von Mieterhöhungen und Verdrängung betrifft, versuchten sie die seit Jahren erfolgreiche Arbeit die Stadtteilinitiativen in Misskredit zu bringen.

Als hätten wir es noch nicht verstanden, auf welcher Seite Herr Igel im Konflikt steht, schleppt er jetzt auch noch einen Multimillionär in den Kiez, der uns erzählen will, dass mit ein bisschen Bildung jeder Millionär werden könnte. Der Multimillionär: „Die Basis unseren Erfolgs ist unser Humankapital“. Kälter geht es nicht. Erfolg wird bei der neoliberalen Berlin-SPD an Wirtschaft und Wohlstand gemessen.

Wir lassen uns diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen und laden alle rechtschaffenen Menschen ein, die Veranstaltung aufzusuchen und Herrn Igel und dem Kassenwart der SPD, Christ, deutlich zu machen, was man von ihnen und ihresgleichen hält. Wer mal einen echten Millionär anfassen will, hat nun die Möglichkeit dazu. Herr Christ stellt sein Buch vor. Auch wer Herr Igel dankbar für die nächste Mieterhöhung bei „Stadt und Land“ ist, kann sich auf der Veranstaltung ungefragt mal so richtig aussprechen. Und wer die A 100 so richtig Scheiße findet, kann mit einer Fahrradklingel Freude bei der Buchpräsentation verbreiten. Die Polizei haben wir auch eingeladen. Also, alles schön sicher.

Am Donnerstag, 23. Februar um 19 Uhr
im Cafe Grenzenlos, Plesserstr.1,
Buchvorstellung und Diskussion (!)
(Über Mietfragen, Verdrängung & neoliberale Parteipolitik!!).
„Deutschlands ungenutzte Ressourcen: Aufstieg, Bildung und Chancen für alle“ mit dem Unternehmer und Finanzexperten Harald Christ und Bezirksbürgermeister Oliver Igel.


1 Antwort auf „Aufwertungs-Lakaien auf die Pelle rücken“


  1. 1 Seeling Susanne 15. März 2012 um 18:03 Uhr

    Gefällt mir, euer Artikel!
    Solche Aufwertungslakaien gibt`s wohl in jedem Bezirk:
    Bernd Krömer, seinerzeit Baustadtrat in Schöneberg, hat uns am letzten Tag seiner Amtszeit diesen unsäglichen Bauplan 7-42VE eingebrockt, mit dem die Barbarossastr. 59/60 abgerissen werden soll.
    Er kandidierte für die CDU als Bürgermeisterkandidat.
    Heute ist er Staatssekretär in der Senatsverw. für Inneres und überläßt anderen den Schaden, den er mithilfe der SPD angerichtet
    hat.

    Susanne
    Kiezinitiative Barbarossa

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