Kosten der Unterkunft: Sozialer Wohnungsbau für das Jobcenter zu teuer

Pressemitteilung von Kotti&Co – Die Mietergemeinschaft am Kottbusser Tor

Der Senat Berlin hat die Berechnungsgrundlagen für die Kosten der Unterkunft um 10,-€ erhöht. Für die Mieter im Sozialen Wohnungsbau am Kottbusser Tor wird dies gerade einmal die letzte Mieterhöhung vom 1. April abdecken. Bereits zuvor hatte das Jobcenter allerdings Aufforderungen zur Senkung der Kosten der Unterkunft verschickt.

MieterInnen der Hermes Haus- und Vermögensverwaltung, die 120 Wohnungen am Kottbusser Tor besitzt, wurden bereits im März aufgefordert, die Kosten der Unterkunft zu senken. Die Miete lag dort bereits seit April 2011 mit 5,83 € über der vom Senat festgelegten Mietobergrenze, der so genannten „Kappungsgrenze“, von 5,35€. Diese Kappungsgrenze hatte der letzte Senat für 16 „problematische Großraumsiedlungen“ festgelegt. Sie sollte die soziale Lage der MieterInnen anerkennen. Die Hermes, die seit 1979 Fördergelder für die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum vom Land Berlin erhält, hatte diese Grenze bereits letztes Jahr überschritten.

Jährlich zum 1. April wird die Miete um etwa 10€ angehoben, da die Förderung abgebaut wird und dies auf die Mieter umgelegt.
Bereits vor der diesjährigen Erhöhung war die Miete für das Jobcenter zu hoch.

Das Jobcenter macht in seinen Kostensenkungsaufforderungen drei Vorschläge:
1. Sprechen Sie mit Ihrem Vermieter
2. Vermieten Sie unter
3. Ziehen Sie in eine andere Wohnung

Die Mieterin Zeynap A. hatte das Gespräch mit dem Vermieter gesucht. Die Antwort war: „Sie sollten sich eine neue Wohnung suchen, wenn Sie die Mieterhöhung nicht bezahlen können“.
Sie fragt sich: „Wenn selbst der Soziale Wohnungsbau nun zu teuer ist für das Jobcenter, wo soll ich dann eine neue Wohnung finden?“

Rückfragen unter 017622314989

kotti & co
Die Mietergemeinschaft am Kottbusser Tor
kottico(ät)gmx.net