Archiv für April 2012

Basteln & Infoveranstaltung für Walpurgisnacht

28. April 2012 Mobi-Basteln & Infoveranstaltung
Ort: Ex-Rotaprint, Gottsched­str. 4, (Wedding)

im Glaskasten am Ende des Hofes, 1. Obergeschoß

14 Uhr: Wir basteln Schilder, Transpis und ganz viel anderes kreatives Zeug für die Antikapitalistische Walpurgisnacht am 30. April, damit Kundgebung und Demo auch ein optischer Erfolg werden. Und am 1. Mai lässt sich bestimmt auch noch was davon einsetzen.

18 Uhr: Letzte Infos zur Antikapitalistischen Walpurgisnacht 2012.

20 Uhr: Mietenstopp-Dokumentarfilm

Mietenstopp-Doku in Rixdorf

Das Kiezforum Rixdorf lädt ein zum KIEZ KINO #3

„Mieten stopp, hopp, hopp, hopp“
Dokumentarfilm zur Mietenstopp-Demo

Im September 2011, im Vorfeld der Berliner Abgeordnetenhauswahlen demonstrierten 6000 Menschen gegen die steigenden Mieten in der Stadt. Auch das Rixdorfer Kiezforum hat sich daran beteiligt.

Das Filmteam der Filmfabrik36 hat über Monate die Arbeit der Kiezinitiativen begleitet und die Mobilisierung zur Demonstration dokumentiert. Dabei herausgekommen ist ein spannender 90-minütiger Dokumentarfilm, den wir gerne mit Euch gucken und anschließend weitere Schritte zu einer starken Mieter_innenbewegung in Rixdorf und in Berlin diskutieren wollen.

Am Mittwoch, den 2. Mai, 19:30 Uhr
im Jugendklub „Scheune“,

Böhmische Straße 39a (Zugang über Richardplatz), Neukölln.
Eintritt frei.

https://twitter.com/kiezforum

Prozess: Kündigung wg. Mietschulden, 25.4.

Am Montag hat das Berliner Sozialgericht eine Familie aus Schöneberg zum Zwangsumzug verdonnert (Berichte in der Morgenpost und der Taz, sowie Taz-Kommentar). Nun folgt der nächste Fall, bei dem sich Betroffene öffentliche Unterstützung gegen Vertreibung aus dem Zuhause wünschen:

M. und seine Familie wohnen in einer Sozialwohnung, die aus der Förderung genommen wurde. Sie sind mit 2 weiteren Mietparteien die letzten Mieter_innen im Haus, dessen Wohnungen als Eigentumswohnungen verkauft werden. Für die 75 qm große Wohnung will der Besitzer die Kostenmiete von 12 €/qm. M. und seine Familie weigerten sich die Mieterhöhung zu zahlen. Aufgrund der aufgelaufenen Mietschulden wurden sie gekündigt. Nun findet eine Güteverhandlung statt. M. und seine Familie würden sich über Unterstützung freuen.

Mittwoch, 25. April, 10:15 Uhr
Amtsgericht Neukölln

Karl-Marx-Str. 77-79, 12043 Berlin
Raum I./108
U-Bahn Rathaus Neukölln

Der Schillerkiez und das Treiben der Immobilienwirtschaft

Es tut sich was im Schillerkiez. Sagen Quartiersmanagement und Hauseigentümer und meinen: Das ist gut. Weniger begeistert sind die von Mieterhöhungen und Kündigungen betroffenen Mieter/innen. Die Stadtteilinitiative Schillerkiez lud für Sonntag (15.4.) zum aufklärenden Kiezspaziergang, und so trotteten rund 50 Interessierte durch den Kiez, vor diesem Haus und an jener Ecke anhaltend und lauschend.

Zu hören gab es allerlei Informationen über das aktuelle Treiben der Immobilienwirtschaft im Schillerkiez. Spekulativer Leerstand und das Unterbinden stiller Wohnungsbelegungen, eine Wohnungsaufsicht, die beteuert, ihr seien die Hände gebunden, teure Modernisierungen inklusive Umlage auf die Mieter/innen, Umwandlung in Eigentum – man kennt die typischen Geschichten, die sich immer wieder in wenig verändertem Gewand zeigen. Auf der anderen Seite aber auch betroffene Mieter/innen, die ihre Betroffenheit überwinden und sich zusammenschließen, um gemeinsam ihre Rechte, so weit wie möglich, durchzusetzen und den Aufwertungsgewinnlern das Handwerk etwas schwerer zu machen.

Zum Abschluss gab es Kaffee und Kuchen im Stadtteilgarten auf dem Tempelhofer Flugfeld. Der Garten liegt dort, wo in einigen teure Wohnneubauten hochgezogen werden sollen und dem Bild des Schillerkiezes eine Nobelnote hinzuzufügen drohen. Allerdings ist bereits ein Volksbegehren in Vorbereitung, um eine solche Bebauung zu verhindern.

Mietenstopp Film: Full House

Am Samstag (14.4.) drängten trotz wunderbaren Wetters bereits nachmittags rund 130 Mietenstopper/innen ins SO36 und okkupierten dort alle zur Verfügung stehenden Sitzgelegenheiten. Das Filmteam von der Filmfabrik36 (auf dem Foto neben der Leinwand stehend, aber sehr schlecht ausgeleuchtet) übte sich in Bescheidenheit und ließ den Film für sich sprechen, der das Zustandekommen der Mietenstopp-Demonstration am 3.9.2011 porträtiert.

Das Team hatte einige der treibenden Kräfte der Demonstration bei ihrer emsigen Kleinarbeit des Mobilisierens, Agitierens, Skandalisierens begleitet, darunter vor allem Initiativen aus Kreuzberg, Neukölln und Treptow.

Manchen Zuschauer/innen fehlten im Film ein Resümee und ein Ausblick nach der Demonstration. Für den 13. Mai wird eine Veranstaltung vorbereitet, um über weitere gemeinsame Schritte der Kiezinitiativen und stadtpolitischen Gruppen in Berlin zu beraten.

Kurze Beschreibung des Films und Kontakt zum Filmteam