Mittwoch Bündnis gegen eine Zwangsräumung

1. TREFFEN – BÜNDNIS FÜR FRAU CENGIZ
Mittwoch, 16. Mai // 19 Uhr

NewYorck im Bethanien
Mariannenplatz 2a // Kreuzberg

ZWANGSRÄUMUNG VERHINDERN – WIR KOMMEN!

Frau Nuriye Cengiz soll mit miesen Tricks aus ihrer Wohnung am Maybachufer 18 vertrieben werden. Der Eigentümer Falstaf Vermögensverwaltung AG hat bis auf drei Wohnungen die ehemaligen Sozialwohnungen entmietet und verkauft diese als Eigentumswohnungen für 3.700 Euro/qm. Frau Cengiz wehrt sich dagegen, wir werden ihren Kampf unterstützen.

Das Haus wurde als sozialer Wohnungsbau errichtet. Die Kosten waren beim Bau des Hauses um ein wesentliches höher als die damals üblichen Baukosten, was im Begriff der sogenannten Kostenmiete versteckt wurde. Der Staat subventionierte damit Eigentümer und Banken und zahlte die Differenz zu den Sozialmieten mit einer sogenannten Anschlussförderung.

Frau Cengiz ist schwerbehindert und zog 2005 nach langer Suche und einer zweijährigen Behördenodyssee in die behindertengerechte Wohnung ein. Ein 30jähriges Berufsleben lag hinter ihr.

2008 wurde das Haus verkauft. Durch den Wegfall der Anschlussförderung war es dem Eigentümer möglich, die Miete für die 47 qm von 386 auf 626 Euro zu erhöhen, jenseits von sonst üblichen Mieterrechten. Die Mieterhöhung war die höchste im Haus. Es kann vermutet werden, dass es einen Zusammenhang mit dem migrantischen Hintergrund der Mieterin gab.

Der neue Eigentümer tyrannisiert die Mieterin, um sie zum Auszug zu drängen. Eine fristlose Kündigung zum 30.04.2012 ist bereits durch geklagt. Der Widerspruch dagegen ist abgelehnt aber Berufung beim Landgericht eingelegt.

Die meisten Mieter in diesem Haus sind bereits verdrängt und die Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt. 6 Wohnungen sind bereits verkauft, 2 Wohnungen werden als Ferienwohnung genutzt. Die Wohnung von Frau Cengiz wird für 160.000 Euro als Eigentumswohnung angeboten.

In der Erdgeschosswohnung hängen Zettel, mit denen Frau Cengiz auf ihre Situation aufmerksam macht. Sie will sich aus der Wohnung nicht räumen lassen. Sie fühlt sich in ihrer Wohnung und ihrem Kiez zuhause. Hier kann sie sich angstfrei mit ihrem Rollstuhl bewegen und viele Leute kennen sie und bieten ihr Unterstützung an.

Wir sind solidarisch und wollen gemeinsam mit ihr die Zwangsräumung verhindern.

Bündnis für Frau Cengiz

Verhindern wir eine Zwangsräumung, können wir jede verhindern!


2 Antworten auf „Mittwoch Bündnis gegen eine Zwangsräumung“


  1. 1 Marjan Romanoff 24. Juni 2012 um 18:33 Uhr

    Hallo an Alle,

    als erstes mein Herzlicher Gruß mit Wünschen der Stärke an Frau Cengit!
    Nicht den Kopf hängen lassen! Kämpfen, und wenn es nicht anders geht, komme ich mit dazu, und wir übernachten solnagne bei dem Jobcenter Mitabrbeiter im Wohnzimmer, bis was passiert.
    Und einfach aus meinem Herzen gesprochen, denn sowas zu lesen, zu erfahren, tut weh.
    Wir alle Leben in einer Gesellschaft, in Demokratie, sozialem Verständniss.
    Lasst UNs alle zusammen stehen, und Spekulanten, Abzockern, Schnell-Geld-Verdiener-auf-dem-Rücken-von-Uns Einhalt gebieten, und endlich mal wie in anderen Ländern auf die Strasse gehen.

    1989 hat es doch in Deutschland auf funktioniert.

    WIR SIND DAS VOLK!

    Dann würde sich NIEMAND wagen Frau Cengiz aus der Wohnung vertreiben zu wollen.

    Gruß…

    Marjan

  1. 1 ZDF (Drehscheibe) 21.06_zur Zwangsrumung von Frau Cengiz - Erwerbslosen Forum Deutschland (Forum) Pingback am 20. Juni 2012 um 17:52 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.