Archiv für Juni 2012

Proteste gegen Immo-Jahrestagung: Was ist geplant?

Am 18./19. Juni findet die Jahrestagung der Immobilienwirtschaft im Luxushotel RitzCarlton am Potsdamer Platz statt. Eine Demonstration hin zum Tagungsort mit anschließendem Belagern und Stören der Teilnehmer/innen ist geplant. Auch das von der TLG Immobilien finanzierte Abendessen in der Kulturbrauerei wird von Aktivist/innen besucht.

13. Juni um 19:30 Uhr im New Yorck
(Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz 2a (Kreuzberg)
Informationsveranstaltung zu den Protesten

Auf der Veranstaltung informiert die Gruppe andere Zustände ermöglichen über die geplanten Aktivitäten, die Hintergründe der Tagung und will über personalisierte Kritik an kapitalistischer Stadtumstrukturierung reden.

Kotti & Co zur Lärmdemo letzten Samstag

Bei wunderbarem Wetter zogen am vergangenen Samstag 400 bis 500 lärmende Mieter/innen durch den Kiez rund ums Kottbusser Tor. Die Mieter/innen aus den Sozialbauten am Kotti, die die aufgrund der gekürzten Förderung steigenden Mieten nicht mehr zahlen können, wurden dabei von vielen ebenfalls von Mieterhöhungen Betroffenen unterstützt. Kochtöpfe, -deckel, Rasseln und Trommeln trugen die Empörung durch die Straßen.

In ihrer Pressemitteilung berichten die Kotti & Co-Mieter/innen jedoch nicht nur von den Sonnenseiten der Lärmdemo, sondern auch von massiver Polizeipräsenz und Polizeiübergriffen, die die Demo zu spalten drohten. Dennoch wurde der Lärmumzug schließlich gemeinsam weitergeführt, und am kommenden Samstag soll es wieder einen geben.

Erzählt es also allen weiter: Am Samstag treffen wir uns wieder am Kotti, bringt eure Nachbarn und klingendes Küchenzubehör mit! Und schaut ab und zu mal am Protest-Gecekondu auf dem Kotti vorbei – die Kotti-Mieter/innen können auch dafür jede Menge Unterstützung gebrauchen.

Düttmann-Siedlung: Offener Brief ans QM

Die Mieter Interessen-Gemeinschaft Düttmann-Siedlung ist von Treffen über die Zukunft der Siedlung ausgeschlossen worden und hat daher einen Offener Brief an das Quartiersmanagement und die Geschäftsführung Nachbarschaftshaus Urban verfasst:

Über die Sitzung der „Steuerungsrunde“ am 4.6.2012, anwesend Mildner-Spindler (Bezirksamt), David & Kahlfeldt GmbH (Hausverwaltung), Senatsverwaltung und Quartiersmanagement Düttmann-Siedlung.

Hiermit Fragen wir Euch:
· Warum waren wir ausgeschlossen von der Sitzung?
· Warum durften und dürfen wir nicht mitwirken, wenn wir doch diejenigen waren, die eine Mieter Interessen Gemeinschaft gegründet haben um die MieterInnen in unserer Siedlung zu unterstützen und uns für sie einzusetzen?
· Alle unsere Ideen konnten wir nicht bis zum Ende umsetzen, da Ihr es bereits tatet!
· Wir haben aber immer noch die Idee, die MieterInnen zu unterstützen, Ihnen zu helfen und wollen dabei gehört werden!
· Wo bleibt die Akzeptanz, wenn wir aus so wichtigen Sitzungen, wie am 4.6.2012 ausgeschlossen werden?

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Karl-Marx-Straße: Breiter als der Broadway

Ein Kiezspaziergang in die glanzvolle Zukunft der Karl-Marx-Straße
Auftakt mit Sektempfang: Freitag 15. Juni um 17 Uhr vor Woolworth

Entspannt bummeln auf der Karl-Marx-Straße? Bei all diesem Lärm und Dreck? Mit diesen viel zu engen Straßen und Gehwegen? Wo es eh nur Ramsch und Nippes gibt? Unmöglich.

Doch nicht mehr lang und die gute, alte Karl-Marx-Straße wird in neuem Glanz zum genussvollen Shoppen, Flanieren und Verweilen einladen. Die ersten Baumaßnahmen haben bereits begonnen und schon 2015 sollen die ersten Teilabschnitte fertiggestellt sein.

„Jung, bunt, erfolgreich!“ und „Eine Karl-Marx-Straße für alle!“ so lautet das Motto.

Seien Sie also mit dabei, wenn sich einer der belebtesten Straßenzüge im Herzen Nordneuköllns in einen Prachtboulevard von Weltstadtniveau verwandelt.

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Kiezspaziergang der besonderen Art. Wagen Sie einen Blick in die goldene Zukunft der Karl-Marx-Straße und lassen sie sich von der glamourösen Vision rund um die [Aktion! Karl-Marx-Straße] begeistern.

Lösungen her, Herr Senator!

„Herr Stadtentwicklungs-Senator – das Problem besteht nicht zwischen uns und den Hausverwaltungen, sondern zwischen uns und Ihnen. Die Grundlage unseres Problems ist die Gesetzeslage im sozialen Wohnungsbau. Die GSW und Hermes nehmen von uns so viele Mieterhöhungen, wie ihnen gesetzlich erlaubt ist. Diese Gesetze können Sie verändern. Bisher scheint Ihnen der politische Wille zu fehlen.“

Auszug aus einem offenen Brief der Mietergemeinschaft Kotti & Co an Stadtentwicklungssenator Michael Müller