Archiv für September 2012

Stadtvernetzt am Sonntag

Jetzt am Sonntag ist wieder das Stadtvernetzt Treffen der Kiez-Initiativen.

30. September um 14 Uhr
NewYorck im Bethanien-Südflügel
Mariannenplatz 2a (Kreuzberg)

Was gibt’s Neues aus den Kiezen?
Wo steht die Mieter_innenbewegung nach der Wir bleiben alle-Demo und vor der von Kotti&Co. geforderten Konferenz zum Sozialen Wohnungsbau?

Willkommen im Dämmplattenland!

Hans-Christoph Friedmann, Fachanwalt für Mietrecht und Berater bei der Berliner MieterGemeinschaft, kommentiert in diesem Video die Schwierigkeiten, mit denen Mieter/innen im Zusammenhang einer „energetischen Sanierung“ ihres Hauses zu tun haben. Im Vergleich zu den letzten Video-Tipps der BMG ist dieser viel mehr ein praktischer und politischer Kommentar als eine juristische Handreichung. Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die aktuelle Mietrechtsänderung der Bundesregierung?

Makler: Wegelagerei bei der Wohnungssuche

Es ist ein Gesetz der Wohnungsnot: Je leichter es sich für Vermieter und Makler darstellt, eine Wohnung am Markt loszuwerden, je kleiner der Vermietungsaufwand also wird, um so sicherer ist die Aussicht auf eine saftige Provision. Bei 30 oder 40 Wohnungsinteressent/innen auf einem Besichtigungstermin geht die Wohnung natürlich weg wie warme Semmeln. Eine Stunde Arbeit bedeuten so leicht 1500 oder 2000 Euro Honorar für den vom Vermieter beauftragten Makler. Ohne Ausweg für interessierte Mieter/innen, und das ganz legal.

Dem Goldgruben-Geschäft der Wohnungsmaklerei ist das Fernsehmagazin Panorama des NDR nachgegangen. Der Beitrag wurde vergangenen Donnerstag im 1. Programm gesendet und ist auch bei Youtube zu sehen.
(Mietrechtliche Tipps zur Provision gibt es bei der MieterGemeinschaft.)

Abendschau zur ‚Wir bleiben alle‘-Demo

Auch wenn es zu Beginn „nur“ 500 oder 700 Teilnehmer/innen gewesen sein mögen, später waren es definitiv 1200!

Fotos zur Demo:
Von Sulamith Sallmann bei Flickr
Beim Umbruch Bildarchiv
Von Imagedeluxe bei Flickr
Von O.D. Kampmann bei der Prenzlberger Stimme
Von AL bei Flickr
Auf dem Auguststraßen-Blog
Von dapd bei der Berliner Zeitung

Weitere Videos:
Von Kooper bei Vimeo
Von YuppieLabor bei YouTube
Beim Tagesspiegel

Nachtflugverbot gegen Wohnungsknappheit

Die zahlreichen Bürgerinitiativen gegen den nahenden Fluglärm des Großflughafens BER (Mega-Schönefeld a.k.a. Milliardengrab) machen der Berliner Mieter/innenbewegung ein charmantes, nicht von der Hand zu weisendes Angebot:

Es dürfen keine weiteren Mieter aus der Innenstadt vertrieben werden, um Platz für noch mehr Ferienwohnungen zu schaffen!

Die Billigflieger bringen schon tags genug Touristen in die Stadt, da müssen sie nicht auch noch nachts fliegen.

Hintergrund ist eine einfache betriebswirtschaftliche Rechnung der Flugindustrie: Nachtflüge ermöglichen einen erhöhten Umlauf der eingesetzten Flugzeuge und damit niedrigere Flugpreise – gerade die unbeliebten frühen und späten Flüge werden dann als Billigflüge verkauft. Billigflüge für genau jene Feriengäste, die bevorzugt günstige Ferienwohnungen anmieten, um teure Hotelkosten zu umgehen.

Eine einfache Rechnung: BER-Flughafen mit Nachtflugerlaubnis → mehr Billigflüge → mehr Billigtouristen → höhere Ferienwohnungsnachfrage → steigende Umwandlung von Miet- in Ferienwohnungen → größere Wohnungsknappheit → höhere Mieten. (Und das wollen wir doch nicht, oder?)

Daraus folgt: Das Volksbegehren Nachtflugverbot unterstützen, um die Mieten niedriger zu halten. Das Volksbegehren kann nur noch bis 28. September unterschrieben werden!

Weitere Infos:
Nachtflugverbot Berlin
Grüne Liga Berlin
Aufwachen Berlin!
Friedrichshagener Bürgerinitiative gegen Fluglärm