Nachtflugverbot gegen Wohnungsknappheit

Die zahlreichen Bürgerinitiativen gegen den nahenden Fluglärm des Großflughafens BER (Mega-Schönefeld a.k.a. Milliardengrab) machen der Berliner Mieter/innenbewegung ein charmantes, nicht von der Hand zu weisendes Angebot:

Es dürfen keine weiteren Mieter aus der Innenstadt vertrieben werden, um Platz für noch mehr Ferienwohnungen zu schaffen!

Die Billigflieger bringen schon tags genug Touristen in die Stadt, da müssen sie nicht auch noch nachts fliegen.

Hintergrund ist eine einfache betriebswirtschaftliche Rechnung der Flugindustrie: Nachtflüge ermöglichen einen erhöhten Umlauf der eingesetzten Flugzeuge und damit niedrigere Flugpreise – gerade die unbeliebten frühen und späten Flüge werden dann als Billigflüge verkauft. Billigflüge für genau jene Feriengäste, die bevorzugt günstige Ferienwohnungen anmieten, um teure Hotelkosten zu umgehen.

Eine einfache Rechnung: BER-Flughafen mit Nachtflugerlaubnis → mehr Billigflüge → mehr Billigtouristen → höhere Ferienwohnungsnachfrage → steigende Umwandlung von Miet- in Ferienwohnungen → größere Wohnungsknappheit → höhere Mieten. (Und das wollen wir doch nicht, oder?)

Daraus folgt: Das Volksbegehren Nachtflugverbot unterstützen, um die Mieten niedriger zu halten. Das Volksbegehren kann nur noch bis 28. September unterschrieben werden!

Weitere Infos:
Nachtflugverbot Berlin
Grüne Liga Berlin
Aufwachen Berlin!
Friedrichshagener Bürgerinitiative gegen Fluglärm


1 Antwort auf „Nachtflugverbot gegen Wohnungsknappheit“


  1. 1 AN DIE TAFEL! – Der Futurberlin-Medienspiegel, heute mit Anti-Gentrifizierungs-Demo, Tempelhofer Feld-Demo, dem Yaam & mehr | F u t u r b e r l i n Pingback am 08. Januar 2013 um 1:07 Uhr
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