Archiv für September 2012

Montag Veranstaltung der Donau-Fulda-Ini

Vor einem Jahr hat sich in Neukölln die Kiezinitiative DonauFulda gegründet, die sich mit den Problemen auf dem hiesigen Wohnungsmarkt beschäftigt. Die Initiative hat eine Umfrage durchgeführt, um in Erfahrung zu bringen, wie die Menschen in der Nachbarschaft rund um die Nord-Neuköllner Sonnenallee davon betroffen sind.

Die Ergebnisse dieser Befragung stellt die DonauFulda-Ini am Montag, dem 24. September um 19 Uhr in der Beratungsstelle der Berliner MieterGemeinschaft (Sonnenallee 101) vor.

Anschließend ist Zeit zum Austausch über Ideen, wie die betroffenen Mieter/innen gemeinsam mit der Situation des immer enger und problematischer werdenen Wohnungsmarkts umgehen können.

Zur Website der Kiezinitiative DonauFulda

Sonntag Demo Tempelhofer Feld

Aufruf der BI 100% Tempelhofer Feld:

Hände weg vom Wiesenmeer!
Demonstration auf dem Tempelhofer Feld am 23. September um 13 Uhr

Während sich täglich tausende Menschen an der Einzigartigkeit des Tempelhofer Feldes erfreuen, bereitet der Senat still und leise dessen Zerstörung vor.
Die „Demokratische Initiative 100% Tempelhofer Feld“ engagiert sich für den Erhalt und Weiterentwicklung des Tempelhofer Feldes in seinen heutigen Funktionen
- als Ort der Freizeit und Erholung
- als Ort der Gestaltung und Entfaltung
- als Schutzraum für Pflanzen und Tiere
- als unverbaute Freifläche mit wichtiger Bedeutung für das Stadtklima
- als kultur-historisches Denkmal

Der statt des Wiesenmeers vom Senat geplante 62 Millionen Designer-Park hingegen ist ein Park, den wir nicht brauchen, gebaut mit Geldern, die wir nicht haben, für eine Stadt, die wir uns in Zukunft so nicht mehr leisten werden können.
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Schnauze voll?!?

Wir bleiben Alle! zweiter Demonstrationsaufruf from KvU on Vimeo.

Protestgrillen gegen Luxusbebauung

Am Alt-Treptower Spreeufer will der Immobilienentwickler Agromex Luxuswohnungen und Hotels in Form von drei Hochhäusern bauen. Die benachbarten Mieter/innen wehren sich zusammen mit der Kiezinitiative Karla Pappel und Mediaspree versenken! gegen diese exklusiven Pläne, die allgemein zugängliche Flächen am Spreeufer vernichten. Befürchtet werden Mieterhöhungen infolge einer städtebaulichen Aufwertung des Bereichs.

PROTESTGRILLEN
Sonntag, den 23. September ab 14 Uhr
auf der Freifläche Fanny-Zobel-Straße 23/25

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(Keine) Wohnungen für Flüchtlinge in Berlin

Den folgenden Text haben wir vom Bündnis gegen Lager, Berlin/Brandenburg übernommen. Wir würden die Mietsteigerungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt, die Ausgangspunkt für eine dramatische Verschärfung der Wohnsituation für Flüchtlinge sind, allerdings weniger auf eine „Auf­wer­tung und Be­liebt­heit be­stimm­ter Stadt­tei­le“ zurückführen als vielmehr auf eine allgemeine Verknappung von Wohnraum in Berlin: Im Verhältnis zur Wohnraum nachfragenden Bevölkerung gibt es einfach zu wenige Wohnungen in Berlin, und dies ermöglicht die Durchsetzung deutlich höherer Mieten am Wohnungsmarkt.

Tausende müssen in Lagern unterkommen!

MieterInnen können sich vielfältig Aufmerksamkeit gegen ihre Verdrängung in abgelegene Quartiere und gegen die Profite von WohnungseigentümerInnen verschaffen. Andere Bevölkerungsgruppen, wie die der Flüchtlinge, werden noch stärker vom angespannten Wohnungsmarkt eingeschränkt und haben ungleich weniger Macht ihre Forderungen in die Öffentlichkeit zu tragen. Sie finden derzeit in ganz Berlin keine eigene Wohnung mehr und müssen, zumeist über viele Jahre, in Sammellagern unterkommen. In Berlin existieren mittlerweile 17 solcher Einrichtungen mit knapp 4.000 BewohnerInnen. Tendenz steigend (siehe Grafik vom Landesamt für Gesundheit und Soziales).

Die Verdrängung und Segregation auf dem Berliner Wohnungsmarkt war und ist eine Konstante. Die Aufwertung und Beliebtheit bestimmter Stadtteile ermöglicht der Wohnungswirtschaft immer höhere Mieten zu verlangen. Der Mietzins steigt unabhängig von den Kosten der EigentümerInnen oder dem Standard der Wohnung. Gesetzlichen Hürden oder politische Steuerungsmechanismen existieren allenfalls unzureichend. Ein politischer Wille des Berliner Senats, MieterInneninteressen zu schützen, ist nicht erkennbar. Ein Aufhalten dieses Prozesses ist nicht in Sicht.

So weit, so schlecht. Doch was bedeutet die „angespannte“ Mietensituation für die Unterbringung von Flüchtlingen?

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