Macht mit gegen weitere Zwangsräumungen!

Bitte unterzeichnet untenstehende Solidaritätserklärung und tragt euch in den SMS-Verteiler von Zwangsumzüge verhindern! ein. Schickt sie weiter an Freund_innen, Bekannte, Organisationen, Vereine, den Kiezladen um die Ecke, öffentliche Personen…

Solidaritätserklärung für die von Zwangsräumung bedrohte Familie in der Lausitzer Straße

Zwangsräumung verhindern - Wir kommen!Sehr geehrte Damen und Herren,

wir vom Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ möchten Sie fragen, ob Sie zur öffentlichen Unterstützung einer Familie aus dem Reichenberger Kiez bereit wären. Wir bitten Sie um die Unterschrift unter folgende Solidaritätserklärung:

Am 22 Oktober wurde in der Lausitzer Straße 8 in Kreuzberg die Zwangsräumung der fünfköpfigen Familie Gülbol aktiv verhindert. Mehr als 150 Nachbar*innen, Freund*innen der Familie und Miet-Aktivist*innen verwehrten mit Sitzblockaden der Gerichtsvollzieherin Susok den Zutritt zur Wohnung. Frau Susok kündigte an, dass es einen neuen Termin geben werde.
Der Räumungsversuch geschah vor dem Hintergrund von rasant steigenden Mieten in ganz Kreuzberg und Berlin. Immer mehr Menschen werden aus ihrem Wohn- und Lebensumfeld verdrängt. Die Gülbols sind nicht die einzigen Betroffenen dieser politisch gewollten Entwicklung. Die Familie ist jedoch eine der ersten, die sich aktiv und öffentlichkeitswirksam gegen die Räumung wehrt. Sie haben angekündigt, weiter in ihrer Wohnung zu bleiben. Ich erkläre mich mit ihnen solidarisch und unterstütze sie in ihrer Entscheidung.

  • Ich fordere den Hausbesitzer André Franell auf, die Kündigung der Familie Gülbol, die seit 16 Jahren in dem Haus wohnt, zurückzuziehen.
  • Ich erkläre hiermit, mich an einer Sitzblockade vor dem Haus der Familie zu beteiligen, sollte es einen weiteren Räumungsversuch geben. Die Gerichtsvollzieherin wird auch dann den Räumungstitel nicht vollstrecken können.

Bitte antworten Sie an: zwangsraeumungverhindern(ät)riseup.net

Die öffentliche Erklärung von Unterstützerinnen und Unterstützern aus den Bereichen Vereine/Initiativen, Gewerbetreibende aus dem Stadtteil, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen wird Anfang November der Presse übergeben.

Mit besten Grüßen,
Bündnis Zwangsräumungen verhindern

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Sie können sich anonym in den SMS-Verteiler von Zwangsräumungen verhindern! eintragen, um schnellstmöglich über den nächsten Räumungstermin informiert zu werden. Dazu schreiben Sie bitte eine E-Mail mit Ihrer Handynummer an folgende E-Mail-Adresse:
zwangsraeumungverhindern(ät)riseup.net


2 Antworten auf „Macht mit gegen weitere Zwangsräumungen!“


  1. 1 Gudrun Hentges 07. November 2012 um 10:02 Uhr

    Wenn ich zu dem Zeitpunkt in Berlin bin, werde ich mich an einer Sitz­blo­cka­de beteiligen.

  2. 2 Birgit Gosewisch 10. November 2012 um 15:58 Uhr

    Gegen die steigende Mietpreise und Verdrängung an den Stadtrand. Der Senat möge endlich seine verfehlte Stadtpolitik beenden und Wohnraum auch für Menschen ohne dicken Geldbeutel schaffen.

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