Archiv für November 2012

Vor der Sozialwohnungs-Konferenz

Am Dienstag, den 13. November, wird im Berliner Abgeordnetenhaus eine Konferenz zu den Mieten im Sozialen Wohnungsbau Berlins stattfinden. Sie wird von Kotti&Co., dem Bündnis Sozialmieter.de und der Dossiergruppe vorbereitet. Nun gibt es weitere Informationen zum Inhalt und den verschiedenen Arbeitsgruppen der Konferenz.

a) mündlich: Am Donnerstag (8.11.) und Freitag (9.11.) werden jeweils um 16 Uhr und 17 Uhr am Kotti-Gecekondu die vier verschiedenen Arbeitsgruppen der Konferenz vorgestellt. Am Donnerstag geht es um die Themen ‚Wegfall der Anschlussförderung‘ und das Kostenmieten-System, am Freitag um die Kostend er Unterkunft bei Hartz4 und Grundsicherung sowie um die Perspektive der Rekommunalisierung privatisierter Sozialwohnungen.

b) schriftlich: Zur Information und Vorbereitung auf die Konferenz wurde eine Broschüre zusammengestellt, die auf der Website von Kotti&Co. zu finden ist.

Neue „Palisade“

Die Palisaden-Panther aus den Seniorenwohnhäusern Palisadenstraße 41-46 in Friedrichshain haben eine neue Ausgabe ihrer eigenen kleinen Zeitung herausgebracht und laden zur Lärmdemo gegen hohe Mieten und Verdrängung am Samstag sowie zur Konferenz zum Sozialen Wohnungsbau am Dienstag ein.

Leben wir in einer Geld-Okratie oder einer Demokratie? Haben wir Volksvertreter oder Kapitalvertreter gewählt? Das wird sich jetzt zeigen. Seit langer Zeit finden sich viele Experten und Bürger zusammen um sich darüber zu beraten wie man die Herrschaft des Kapitals über die Menschen brechen kann. Manche werden sagen, das ist doch utopisch. Das Frauenwahlrecht galt auch mal als utopisch. Heute halten auch Männer es für selbstverständlich. Also nur Mut – wie bisher!

Grips-Theater: Im Schatten der „Aufwertung“

„GEGENBILDER“ am Dienstag, 20. November um 19:30 Uhr

„Im Schatten der ‚Aufwertung’ –
Gentrifizierung trifft Graswurzelrevolution“

Privatisierung öffentlicher Räume, steigende Mieten und Verdrängung von MieterInnen aus ihren Kiezen ‐ das Thema Gentrifizierung ist in vieler Munde, weil es viele betrifft.
Wohnen ist ein existentielles Grundbedürfnis, das zunehmend den negativen Auswirkungen der „Aufwertung“ ausgesetzt ist. Der Widerstand dagegen ist vielfältig und greifbar. In Film („Mietenstopp“) und Diskussion stellen wir Berliner Kiezinitiativen vor und fragen nach einer alternativen Wohnungspolitik.

Als Gäste haben die Filmemacherin Gertrud Schulte Westenberg, der Stadtsoziologe Andrej Holm (HU Berlin, Gentrificationblog), Marie Schubenz von der Gruppierung ‚Mietendossier‘ und die Weichselplatz‐Initiative, Walentin vom Bündnis stadtvernetzt und der (Kiez-)Initiative „wem gehört kreuzberg“ sowie weitere Vertreter_innen Berliner Mieterinitiativen zugesagt.

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Aufruf zur Mieten-Demo am Samstag

Die Stadt von morgen beginnt heute
Demonstration gegen hohe Mieten und Verdrängung
Samstag, 10. November
16 Uhr ab Kottbusser Tor

Seit Jahren explodieren die Mieten in Berlin mit dramatischen Folgen für viele. Jetzt wurde selbst in einer Studie der Investitionsbank Berlin (IBB) hervorgehoben, dass die Situation mehr als dramatisch ist: Ein berlinweiter Mietenanstieg bei Neuvermietung von 7,4% wird vermeldet. Bezahlbarer Wohnraum: Fehlanzeige. Seit der Wiedervereinigung wird ein konsequenter Ausverkauf unserer Stadt Berlin betrieben. Unter der Regierung von Rot-Rot wurden Sparen und Haushaltsdisziplin zu den zentralen politischen Handlungsprinzipien. Auf nachhaltige Stadtentwicklung wurde zugunsten eines „Arm aber sexy“-Stadtmarketing verzichtet. Heute ist diese verfehlte Politik allerorts in Form von steigenden Mieten und Verdrängung sichtbar.

Aber die steigenden Mieten und eine verfehlte Stadtpolitik werden nicht mehr einfach nur hingenommen: So haben in den letzten Monaten besonders die Mieter*innen vom Kottbusser Tor gezeigt, dass es gelingen kann, sich effektiv zu organisieren, Nachbarinnen und Nachbarn einzubeziehen und den gemeinsamen Kampf gegen Verdrängung zum Stadtgespräch zu machen.

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Macht mit gegen weitere Zwangsräumungen!

Bitte unterzeichnet untenstehende Solidaritätserklärung und tragt euch in den SMS-Verteiler von Zwangsumzüge verhindern! ein. Schickt sie weiter an Freund_innen, Bekannte, Organisationen, Vereine, den Kiezladen um die Ecke, öffentliche Personen…

Solidaritätserklärung für die von Zwangsräumung bedrohte Familie in der Lausitzer Straße

Zwangsräumung verhindern - Wir kommen!Sehr geehrte Damen und Herren,

wir vom Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ möchten Sie fragen, ob Sie zur öffentlichen Unterstützung einer Familie aus dem Reichenberger Kiez bereit wären. Wir bitten Sie um die Unterschrift unter folgende Solidaritätserklärung:

Am 22 Oktober wurde in der Lausitzer Straße 8 in Kreuzberg die Zwangsräumung der fünfköpfigen Familie Gülbol aktiv verhindert. Mehr als 150 Nachbar*innen, Freund*innen der Familie und Miet-Aktivist*innen verwehrten mit Sitzblockaden der Gerichtsvollzieherin Susok den Zutritt zur Wohnung. Frau Susok kündigte an, dass es einen neuen Termin geben werde.
Der Räumungsversuch geschah vor dem Hintergrund von rasant steigenden Mieten in ganz Kreuzberg und Berlin. Immer mehr Menschen werden aus ihrem Wohn- und Lebensumfeld verdrängt. Die Gülbols sind nicht die einzigen Betroffenen dieser politisch gewollten Entwicklung. Die Familie ist jedoch eine der ersten, die sich aktiv und öffentlichkeitswirksam gegen die Räumung wehrt. Sie haben angekündigt, weiter in ihrer Wohnung zu bleiben. Ich erkläre mich mit ihnen solidarisch und unterstütze sie in ihrer Entscheidung.

  • Ich fordere den Hausbesitzer André Franell auf, die Kündigung der Familie Gülbol, die seit 16 Jahren in dem Haus wohnt, zurückzuziehen.
  • Ich erkläre hiermit, mich an einer Sitzblockade vor dem Haus der Familie zu beteiligen, sollte es einen weiteren Räumungsversuch geben. Die Gerichtsvollzieherin wird auch dann den Räumungstitel nicht vollstrecken können.

Bitte antworten Sie an: zwangsraeumungverhindern(ät)riseup.net

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