Umwandlungsstopp – keine weiteren Eigentumswohnungen!

Einladung von Mieter_innen für Mieter_innen
22. Januar 19 Uhr im Mehringhof
Keine Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen!

Wir haben die Schnauze voll davon, dass Wohnen nur noch als Kapitalanlage und für die Renditemaximierung verwertet wird. Uns kotzt es an, dass unsere geldgeilen Eigentümer und Hausverwaltungen mit rechtlich und politisch abgesegneten Methoden uns be- und verdrängen, uns entmieten können. Wir wollen uns nicht mehr vereinzeln lassen, unsere Isolation und unsere Ohnmacht helfen nur denen, die daran verdienen.

Wir sind einige Leute aus verschiedenen stadtpolitischen Initiativen, Projekten und Häusern, die von Umwandlung betroffen sind. Wir gehen schon länger zusammen vor gegen steigende Mieten, Verdrängung und die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen.

Wir organisieren Kundgebungen bei den Profiteuren wie Ziegert, Taekker oder GSW, wir verhindern solidarisch Zwangsräumungen, wie zuletzt bei einer Familie in der Lausitzer Straße 8, wir gehen gegen den Ausverkauf der Stadt gemeinsam auf die Straße.
Die Zwangsräumung in der Lausitzer Straße 8 konnte nur verhindert werden, weil viele Menschen sich solidarisch gezeigt und sich aktiv gegen dieses Unrecht gewehrt haben.

Wir wollen gemeinsam den Entmietungen nicht mehr tatenlos zusehen, es reicht. Auch bei den Auseinandersetzungen mit unseren Vermietern brauchen wir praktische Solidarität.
Wir wollen uns gegenseitig unterstützen, wir kommen zu euch ins Haus, damit ihr nicht mehr alleine dieser Spekulationsmaschinerie ausgesetzt seid, und die Vermieter merken, dass wir nicht wehrlos sind.

Egal in welchem Stadium des Spekulationsprozesses wir uns befinden, es gibt viele Möglichkeiten
zusammenzukommen und gemeinsam und solidarisch zu handeln:

  • mit den Nachbarinnen ins Gespräch kommen
  • Hausversammlungen durchführen
  • Unterstützung von Außen holen, alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, auch mit Unterstützung der MieterInnenverbände
  • Kontakt aufnehmen zu den vielen Stadtteilinitiativen
  • zusammen Kaffee trinken, wenn unsere Wohnungen vermessen werden oder der Eigentümer sich angesagt hat
  • gemeinsames Singen oder Dichten von bösen Gedanken unter dem Balkon oder vor der Haustür, wenn die Kaufinteressenten unsere Wohnungen besichtigen wollen

Gehen wir zu denen, die verantwortlich für unsere schlaflosen Nächte sind und sagen wir ihnen:
Unsere Wohnung kriegt Ihr nicht!

Der gemeinsamen und gemeinen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Machen wir unsere Situation öffentlich, lernen wir uns kennen, überlegen wir uns, wie wir uns zusammentun und gemeinsam handeln.
Macht mit beim Vermieter und Hausverwaltungen vergraulen.

Dafür wollen wir uns treffen:
am 22. Januar um 19 Uhr
Mehringhof, Blauer Salon, Gneisenaustraße 2a
(Kreuzberg)

Ihr könnt uns kontakten unter: umwandlungstoppen(ät)riseup.net
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