Mietenstopp-Radio: Wohnungs- oder Mietenpolitik?

Die Mieten steigen, die Wohnungen werden knapp. Soll nun also die Miete begrenzt werden, oder braucht es vor allem mehr Wohnungen? „Wir holen uns den Kiez zurück“ befrug die beiden Stadtsoziologen Sigmar Gude und Andrej Holm. Heraus kommt, oh Wunder, das eine macht ohne das andere recht wenig Sinn. Und: Eine Lösung stellt selbst beides zusammen nicht dar, denn ein kapitalistischer Wohnungsmarkt bleibt ein kapitalistischer Wohnungsmarkt – den Profit der Investoren zahlen immer die Mieter/innen. Dagegen hilft nur der Ausstieg aus dem Markt, die Vergesellschaftung und Sicherung der Wohnungen, damit sie möglichst nie wieder privatisiert werden können.

Nein, jetzt ist noch längst nicht alles aus der Sendung verraten, das ist natürlich etwas komplexer und auch interessanter:
Sendung vom 15. Januar 2013
Alle Sen­dun­gen des Mie­ten­stopp-​Ra­di­os bei Studio Ansage

Die nächste Sendung am 19. Februar 2013 wird sich hauptsächlich um das Thema „Nazis im Kiez“ und den Kampf gegen Rassismus drehen – denn die Gewalt, die vom Kapital ausgeht, ist ja nicht das einzige, was in den Stadtteilen das Leben schwer oder gar grauenhaft macht.

Von wegen Radio: Bei den Kolleg_innen von Reboot.fm gibt es eine regelmäßige Radiosendung von Kotti&Co.. Vor einer knappen Woche zogen dort Sandy Kaltenborn und Andrej Holm ein Fazit angesichts des mietenbewegten Jahrs 2012. Anhören lohnt sich!


1 Antwort auf „Mietenstopp-Radio: Wohnungs- oder Mietenpolitik?“


  1. 1 Oliver Hundt 24. Januar 2013 um 10:53 Uhr

    Jede Woche werde ich selbst mit dramatischen Szenen, welche Wohnungskündigungen, Mietwucher, Psycho-Schikane und kriminell geplante Entmietung zur Folge haben, konfrontiert. Es kann nicht angehen, dass sich geldgierige Profithaie ganze Kieze aneignen. Sehr gerne unterstütze ich die Initiative die einen Mieten-Stopp zum Inhalt hat!

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