Archiv für Januar 2013

…und am Samstag nach Zehlendorf!

Kiezspaziergang in Zehlendorf gegen Zwangsräumung

Am 14. Februar soll die Familie Gülbol aus ihrer Wohnung geräumt werden, der Vermieter André Franell zeigt sich bisher uneinsichtig. Nun findet am Samstag ein Kiezspaziergang in Zehlendorf statt, der am Haus von André Franell vorbeiführt. Wir wollen die Nachbar*innen über André Franell und die drohende Zwangsräumung informieren und mit Umzugkartons durch Zehlendorf laufen.

Immer mehr Menschen werden aus der Innenstadt verdrängt, immer häufiger auch gewaltsam durch Zwangsräumungen. Zwangsräumungen sind dabei das Resultat eines kapitalistisch organisierten Wohnungsmarktes und einer Politik, welche den Standort Berlin und nicht die Bedürfnisse der Menschen in den Vordergrund stellt.

Mit den Umzugskartons wollen wir Verdrängung sichtbar machen. Vielleicht lässt uns André Franell ja auch spontan in leere Zimmer in seiner Villa einziehen und wir können die Senatspolitik von Durchmischung und Verdichtung praktisch werden lassen.

Samstag, 26. Januar um 11 Uhr
Kiezspaziergang ab S-Bhf. Zehlendorf
(Route)
Bringt Umzugskartons mit !

Und wenn Franell auch nach unserem Besuch nicht einlenkt: Kommt zur Blockade der Zwangsräumung am 14. Februar !

Bündnis ‚Zwangsräumungen verhindern!‘: Blog | Facebook | Twitter

Ständige Überwachung auf Demonstrationen?!

Der rot-​schwar­ze Senat will das stän­di­ge po­li­zei­li­che Ab­fil­men von De­mons­tra­tio­nen ge­setz­lich er­lau­ben. Wir wis­sen, was das be­deu­tet: Ein­schüch­te­rung, Über­wa­chung, Kri­mi­na­li­sie­rung. Das freie De­mons­tra­ti­ons­recht ist eine wich­ti­ge Grund­la­ge au­ßer­par­la­men­ta­ri­scher Pro­tes­te und Or­ga­ni­sie­rung – wir soll­ten eine sol­che Ein­schrän­kung kei­nes­falls zu­las­sen!

Sonntag, 27. Ja­nu­ar um 19 Uhr
im Süd­block
, Ad­mi­ral­stra­ße 1-2 (Kreuz­berg)
Po­di­ums­dis­kus­si­on “Wir haben uns hier ver­sam­melt…” …neue Ver­samm­lungs­ge­set­ze, und was wir da­ge­gen haben.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und den Hintergründen gibt es auf den Seiten der Veranstalter_innen von Out of Control und der Antifa Friedrichshain.

Kreuzberger Rapper gegen steigende Mieten

Drob Dynamic – Wir alle sind es leid! (RAPutation.tv EXCLUSIVE 2013) auf Youtube:

Neue ‚Randnotizen‘ für Nord-Neukölln

Die Neuköllner Stadtteilzeitung ‚Randnotizen‘ erscheint mit der Nummer 8 nicht mehr nur im Schillerkiez, sondern allgemein im Norden Neuköllns – es beteiligen sich nun mehrere Kiezinitiativen an der Zeitung.

Die neue Ausgabe dreht sich wie immer um viele Themen, nicht nur um die Mietentwicklung, nicht nur um die Neuköllner Kieze. Hauptthemen sind aber der Zusammenhang zwischen Armut, Miete und Verdrängung. Es geht dabei nicht nur um den wachsenden Widerstand gegen Zwangsräumungen, sondern z.B. auch um die Situation von Neuköllner Wohnungslosen und um das einträgliche Geschäft mit der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen.

Die Zeitung ist als PDF-Dokument herunterladbar (3,5 MB).

Mietenstopp-Radio: Wohnungs- oder Mietenpolitik?

Die Mieten steigen, die Wohnungen werden knapp. Soll nun also die Miete begrenzt werden, oder braucht es vor allem mehr Wohnungen? „Wir holen uns den Kiez zurück“ befrug die beiden Stadtsoziologen Sigmar Gude und Andrej Holm. Heraus kommt, oh Wunder, das eine macht ohne das andere recht wenig Sinn. Und: Eine Lösung stellt selbst beides zusammen nicht dar, denn ein kapitalistischer Wohnungsmarkt bleibt ein kapitalistischer Wohnungsmarkt – den Profit der Investoren zahlen immer die Mieter/innen. Dagegen hilft nur der Ausstieg aus dem Markt, die Vergesellschaftung und Sicherung der Wohnungen, damit sie möglichst nie wieder privatisiert werden können.

Nein, jetzt ist noch längst nicht alles aus der Sendung verraten, das ist natürlich etwas komplexer und auch interessanter:
Sendung vom 15. Januar 2013
Alle Sen­dun­gen des Mie­ten­stopp-​Ra­di­os bei Studio Ansage

Die nächste Sendung am 19. Februar 2013 wird sich hauptsächlich um das Thema „Nazis im Kiez“ und den Kampf gegen Rassismus drehen – denn die Gewalt, die vom Kapital ausgeht, ist ja nicht das einzige, was in den Stadtteilen das Leben schwer oder gar grauenhaft macht.

Von wegen Radio: Bei den Kolleg_innen von Reboot.fm gibt es eine regelmäßige Radiosendung von Kotti&Co.. Vor einer knappen Woche zogen dort Sandy Kaltenborn und Andrej Holm ein Fazit angesichts des mietenbewegten Jahrs 2012. Anhören lohnt sich!