Mittwoch Zwangsräumung in Reinickendorf

Update: Kundgebung am Mittwoch ab 8 Uhr Aroser Allee 92!
Immer häufiger wenden sich Mieter/innen an das Bündnis „Zwangsräumungen verhindern!“, weil der Verlust ihrer Wohnung bevorsteht. Bereits für den kommenden Mittwoch ist der Gerichtsvollzieher bei Rosemarie F. angekündigt, die in der Nähe des Schäfersees in Reinickendorf wohnt.

Seit August hat die Wohnung von Rosemarie F. eine neue Eigentümerin. Die Miete wird direkt vom Amt für Grundsicherung überwiesen, doch beim Eigentümerwechsel verzögerte sie sich. Dies reichte aus, um vor Gericht eine Kündigung und die Räumungsklage durchzusetzen.

Die 67-jährige Rosemarie F. ist seit einem Wirbelsäulenbruch schwerbehindert. Das scheute den Ehemann der Wohnungseigentümerin nicht, bei der Übergabe eines Schreibens vom Bezirksamt gegenüber Aktiven des Bündnis gegen Zwangsräumungen zu sagen, die Mieterin solle „im Dschungel wohnen“ oder möge sich umbringen.

Das Recht auf Profit steht in unserer Gesellschaft höher als das Recht auf Wohnen. Wir aber schauen nicht untätig zu, wie alte und schwache Menschen wegen dem Profitstreben von Wenigen auf die Straße gesetzt werden. Deshalb werden wir am Mittwoch, den 27. Februar früh um 9 Uhr 8 Uhr vor dem Haus in der Aroser Allee 92 in Berlin Reinickendorf mit der Forderung stehen: Lasst Rosemarie F. hier wohnen!
(Pressemitteilung des Bündnis „Zwangsräumungen verhindern!“)

Weitere Informationen in der heutigen Pressemitteilung des Bündnis:
Schwerbehinderte 67-jährige soll am Mittwoch, den 27.02.2013 zwangsgeräumt werden