„Recht auf Stadt“-Sendereihe des ORF

Jede/r hat ein ungeschriebenes Recht darauf, die Stadt, auch die zentralsten Räume, zu betreten, zu nutzen, anzueignen, zu gestalten und über ihre Gestaltung und Nutzung mitzubestimmen. Dieses Recht einzufordern, ist vor allem für alle marginalisierten Bevölkerungsgruppen wichtig, und durchsetzen lässt sich das Recht nicht durch Gesetze und Gerichte, sondern durch Organisierung, direkte Aktion und politischen Druck. Letztendlich geht es um die gesellschaftliche Wiederaneignung des Produktionsmittels Stadt, nicht nur um ein Stück vom Kuchen.

So interpretiert, bedeutet „Recht auf Stadt“ in etwa das, was der französische Philosoph und Marxist Henri Lefebvre gemeint haben könnte, als er den Begriff in die Welt setzte. Vom Radiokolleg des österreichischen Senders Ö1 ist nun eine vierteilige Sendereihe erschienen, in der das Recht auf Stadt erklärt wird und Beispiele gezeigt wird, wie und warum sich dieser Begriff als Bezugspunkt Neuer Sozialer Bewegungen so großer Beliebtheit erfreut. Sehr empfehlenswert! Da die Sendung im Netz offiziell nur eine Woche lang nachzuhören ist, hier eine länger währende Möglichkeit:

Radiokolleg „Recht auf Stadt“ – Teil 1 (Was ist das Recht auf Stadt?)

Radiokolleg „Recht auf Stadt“ – Teil 2 (Kämpfe gegen Verdrängung und hohe Mieten)

Radiokolleg „Recht auf Stadt“ – Teil 3 (Vergabe städtische Grundstücke – für wen und wofür?)

Radiokolleg „Recht auf Stadt“ – Teil 4 (Initiativen zur Wiederaneignung der Stadt)