Archiv für September 2013

Gestern bundesweit über 10.000 auf der Straße

Presseerklärung des bundesweiten Netzwerks „Keine Profite mit der Miete“ vom 28. September:

Über 10.000 Menschen gehen bundesweit gegen steigende Mieten und Verdrängung auf die Straße. Unter dem Motto „Keine Profite mit der Miete“ beteiligten sich heute über 10.000 Menschen aus 12 deutschen Städten an Aktionen und Demonstrationen.

In Berlin gingen unter dem Motto „Wem gehört Berlin?“ mehr als 3000 Menschen auf die Straße. Aufgerufen hatten nicht nur MieterInneninitiativen sondern auch Organisationen wie der Berliner Wassertisch und das Aktionsbündnis A100-Stoppen und Studierendengruppen.
In Hamburg waren dem Demonstrationsaufruf von über 50 Gruppen und Organisationen mehr als 5000 Menschen gefolgt. Auch in Frankfurt, Düsseldorf, Freiburg, Bremen, Leipzig und weiteren Orten beteiligten sich jeweils Hunderte an den Protesten.

Die bisher zumeist lokalen Proteste haben damit neues Terrain erobert: „Viele Mieterinnen und Mieter haben erkannt, dass sie allerorts das selbe Problem haben: Ihr Lebensraum wird meistbietend vermarktet und sie bleiben auf der Strecke.“ sagt Enrico Schönberg.

„Statt die Städte attraktiv und lebenswert für alle zu machen, wird ihre Entwicklung an den Interessen von kaufkraftigen Konsumenten und Investoren ausgerichtet. Die Kehrseite dieser Politik: Leute mit wenig Geld werden verdrängt, eintönige Konsumtempel ohne Freiräume für Kreativitat und Kommunikation entstehen. Um das zu verhindern, müssen wir uns heute wehren, denn: Die Stadt von morgen beginnt heute!“, so Schönberg aus dem Vorbereitungskreis „Keine Profite mit der Miete“.

„Die Politik hat sich viel zu lange geweigert, das Problem Wohnungsnot überhaupt anzuerkennen. Ein bisschen Neubau, ein bisschen weniger Mietsteigerungen in laufenden Verträgen: Das ist bloße Kosmetik. An der Wohnungsnot vieler MieterInnen wird das nichts ändern und das weiß die Politik genau. Wir brauchen deshalb eine neue, durchsetzungsstarke MieterInnenbewegung, die die Politik unter Druck setzt und den Investoren einen Strich durch die Rechnung macht. Heute war dafür ein guter Anfang.“ sagt Lea Voigt, ebenfalls aus dem Vorbereitungskreis.

Tel. 0157/33177360, presse(ät)keineprofitemitdermiete.org .
Weitere Informationen finden Sie auch unter www.keineprofitemitdermiete.org
Weitere Pressemitteilungen und ein ständig aktualisierter Pressespiegel befindet sich auf der
Presseseite.

P.S.: Fotos von der Demo in Berlin gibt’s von Christian Jäger auf Flickr und beim Umbruch Bildarchiv zu sehen.

Von Mitte/P-Berg auf zur Aktionsdemo!

Ein Aufruf zur Aktionsdemo am Samstag aus Mitte / Prenzlauer Berg:

Am 28. September fahren wir aus Mitte/Prenzlauer Berg/Pankow/Wedding zur Aktionsdemo: „Wem gehört Berlin?“ vom Bündnis “Keine Rendite mit der Miete! Die Stadt gehört allen!”. Kommt mit!

Wir wollen uns 13:30 Uhr am Rosenthaler Platz treffen und von dort aus gemeinsam und umsonst mit der U-Bahn Richtung Lausitzer Platz fahren. Die Demo wird dort ab 14 Uhr starten. Bringt gerne Schilder, zum Beispiel mit Straßennamen, Transparente, krachmachende Dinge oder anderes mit.
Wir sehen uns.

Warum wir diese Demo wichtig finden!

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Freitag Videokundgebung in Weißensee

Aufruf vom Netzwerk „Wir bleiben Alle!“:

Der Stadtteil Berlin-Weißensee im Bezirk Pankow ist schon lange keine Insel der seeligen Mieter*innen mehr. Auch dort steigen die Mieten inzwischen unaufhörlich, immer mehr Luxuswohnprojekte entstehen und viele Menschen fragen sich wie lange sie noch hier bleiben können.

Wir haben keine Lust mehr, bei dieser Entwicklung tatenlos zuzusehen. Wir wollen uns mit anderen vernetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Hierzu zeigen wir Filmausschnitte und Clips zu Mietkämpfen aus Berlin und anderen Städten.

Videokundgebung gegen steigende Mieten
Freitag, 27. September um 19:30 Uhr
Antonplatz in Weißensee

Also kommt vorbei, schaut mit uns ein wenig öffentlich Filme und lasst euch inspirieren, auch für die Aktionsdemo tags darauf, am 28. September um 14 Uhr ab Lausitzer Platz, Kreuzberg.
WIR BLEIBEN ALLE!

Berichte zur „Stürmung“ der Wohnungsbaugesellschaften

Das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ gibt eine Übersicht über heutige Aktionen, bei denen fünf städtische und eine privatisierte Wohnungsbaugesellschaft besucht wurden. In die Foyers der Unternehmenszentralen von WBM, Gesobau, Howoge, Stadt und Land sowie GSW wurden mittels unterschiedlicher Performances die Forderung auf den Verzicht auf weitere Zwangsräumungen getragen. Die Gewobag sollte ebenfalls besucht werden. Die beteiligten Aktivist_innen wollen ihren Auftritt auch als Hinweis auf die „Wem gehört Berlin?“-Aktiondemo am Samstag verstanden wissen.

Pressereaktionen:
Berliner Zeitung: Unternehmenszentralen gestürmt – Protest gegen Zwangsräumungen und Politischer Populismus (sehr aufgeregter Kommentar)
Taz: Gegen Zwangsräumungen – Mietprotest goes in

Go-In bei mehreren Wohnungsbaugesellschaften in Berlin

Pressemitteilung 25.09.2013, Bündnis „Zwangsräumung verhindern“

Heute, am Mittwoch, den 25.09.2013, um 11 Uhr führen Aktivistinnen und Aktivisten bei 6 Wohnungsbaugesellschaften ein Go-In durch und fordern den Stop von Zwangsräumungen. In den letzten Monaten konnte das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ über 20 Zwangsräumungen im Vorfeld verhindern, viele weitere werden aber weiterhin still und leise durch die Wohnungsbaugesellschaften durchgeführt. Das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ baut mit der heutigen Aktion Druck auf, um die skandalöse Zwangsräumungspraxis zu beenden.

150 Mieterinnen und Mieter in Kooperation mit Stadtteilinitiativen und politischen Bündnissen besuchen dabei die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften GESOBAU, GEWOBAG, HOWOGE, STADT UND LAND, WBM und die privatisierte, ehemals öffentliche Wohnungsbaugesellschaft GSW.

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