Dienstag: Wohnungsnöte und -kämpfe in Europa

Wohnen in Europa – geteilte Probleme, gemeinsame Kämpfe

Nicht erst seit der Finanzkrise geht die Schere zwischen arm und reich in vielen europäischen Ländern weiter auseinander. Auf keinem Gebiet ist das so sehr zu spüren wie auf den Wohnungsmärkten. Zwangsräumungen bei gleichzeitigem spekulativem Leerstand, zunehmende Obdachlosigkeit, rasant steigenden Mieten und die Verdrängung der Prekären aus den Innenstädten sind nur die Spitze des Eisberges einer Entwicklung, die immer mehr Menschen betrifft.

Am 19. Oktober 2013 wird zum ersten Mal der europäische Aktionstag Wohnen begangen. Deshalb möchte die Veranstaltung „Wohnen in Europa – geteilte Probleme, gemeinsame Kämpfe“ die europäische Dimension dieser Problematik beleuchten. Wie wirkt sich das europäische autoritäre Austeritätsregime auf die Wohnungsmärkte aus? Welche verschiedenen Kontexte und Kämpfe gibt es? Aber auch: Wo lässt sich der gemeinsame Hintergrund der Entwicklungen finden und wie lassen sich die widerständischen Kämpfe nicht nur zusammen denken, sondern auch gemeinsam führen?

Dienstag, 15. Oktober um 18:30 Uhr
TU Berlin Hauptgebäude, Raum H-0111
Straße des 17. Juni 135
, Charlottenburg

Referent*innen:
Felix Syrovatka: Fragmentierte Wohnungsmärkte im Zeichen europäischer Austeritätspolitik
Inga Jensen: Autoritäre Stadtplanung in Istanbul
Lisa Vollmer: Auswirkungen europäischer Migrationspolitik. Obdachlose Roma-Familien in Berlin
„The City is for All“ aus Budapest