Archiv für Oktober 2013

Donnerstag Demo: Rassistische Flüchtlingsabwehr tötet!

Das deutsche Ausländer- und Asylrecht dient der Abschreckung. Die miserablen Bedingungen in den Lagern und Heimen sind ebensowenig Zufall wie die drangsalierende Residenzpflicht und die Versorgung weit unterhalb dessen, was als lebensnotwendig gilt. Die diskriminierenden Verhältnisse vor Ort und die Abschottungspolitik an den EU-Außengrenzen sind zwei Seiten ein und derselben rassistischen Medaille. So gehört es auch zusammen, wenn Sozialsenator Czaja die Auflösung des Refugee Camps auf dem Oranienplatz fordert sowie die Deportation der dortigen Aktivist_innen in „ihre“ behördlich zugewiesenen Landkreise, und wenn gleichzeitig Innenminister Friedrichs bekannt gibt, am EU-Grenzregime sei nichts zu rütteln, vielmehr müsse der Druck auf Fluchthelfer_innen noch weiter erhöht werden.

Es gibt viele Arten zu töten, die wenigsten davon sind verboten, am allerwenigsten die staatlichen.
Wir meinen: Gleiche Rechte für alle! Recht auf Stadt für alle!

Donnerstag, 10. Oktober
17 Uhr ab Pariser Platz
, Berlin-Mitte
Gedenk-und Protestdemonstration „Das ist Mord! Rassistische Flüchtlingsabwehr tötet!“

Die Demonstration startet vor der Vertretung der Europäischen Kommission, verantwortlich für das todbringende Abschottungssystem der Festung Europa, und zieht zum Bundestag und Bundeskanzleramt, genauso verantwortlich, aber auch für die rassistischen Sondergesetze hierzulande und ihre diskriminierende Umsetzung.

Zu den 13 Forderungen der protestierenden Refugees und Unterstützer_innen aus Berlin und zur Erklärung der hungerstreikenden Non-Citizens am Brandenburger Tor

Wohnen in der Krise: NRW online, Türkei am Donnerstag

Die Dokumentation der „Wohnen in der Krise“-Veranstaltung zur Situation und den Kämpfen des Wohnens in Nordrhein-Westfalen ist nun online. Viel Vergnügen beim Anhören, Ansehen und Weiterempfehlen.
Übersicht der Clips von „NRW – Gespaltener Wohnungsmarkt“

Und weiter geht’s:
Donnerstag, 10. Oktober: Istanbul – Verdrängung brutal

Der Bausektor in der Türkei wurde von der Regierung zum gewichtigsten Wirtschaftszweig entwickelt, inzwischen arbeiten darin 15% aller Erwerbstätigen.
Die AKP hat neue Gesetze erlassen, durch die beispielsweise in Istanbul tausende Menschen in die Randbezirke verdrängt werden. Schwere soziale, ökonomische und ökologische Konflikte entstehen. Ganze Viertel werden abgerissen und monströse Großprojekte vorangetrieben. Hiergegen erheben sich nun die Menschen.

Donnerstag, 10. Oktober
19 Uhr Sonnenallee 101, Neukölln

Es berichten Imre Azem Balanli, Regisseur von Ekümenopolis und aktiv bei İMECE in Istanbul, sowie Dennis Kupfer von der Berliner Taksim-Initiative.

Zur Reihe:
Wohnungsmangel, steigende Mieten, Verdrängung – diese Probleme kennen wir aus Berlin, und das in zunehmendem Maß! Und nicht nur in Berlin regt sich Widerstand gegen die Krise des Wohnens.
Die globale Finanz- und Schuldenkrise verschärft die Situation. Immer krasser werden Wohnungen zu Objekten der Verwertung und Spekulation. Zugleich sind viele Menschen mit sinkenden Einkommen, Arbeitslosigkeit, prekären Arbeitsverhältnissen und staatlichen Sparprogrammen konfrontiert.
Mit der Veranstaltungsreihe »Wohnen in der Krise. Neoliberalismus – Kämpfe – Perspektiven« werfen wir einen Blick auf die Situation in anderen Ländern und Städten.

Videos und Dokumentation der gesamten Veranstaltungsreihe
Der 21. November ist für eine Veranstaltung zu England vorgesehen.

Offenes Aktiventreffen „Studis gegen hohe Mieten“

Studis gegen hohe Mieten – Für ein Recht auf Stadt
Offenes Aktiventreffen
Mittwoch, 2. Oktober um 18 Uhr

Hiermit möchten wir euch zum nächsten Treffen der Aktionsgruppe „Studis gegen hohe Mieten – Für ein Recht auf Stadt“ einladen.

In den vergangenen Wochen hat sich ein Bündnis aus vorrangig Studierenden getroffen, um gegen die explodierenden Mieten und die damit einhergehenden Verdrängung in Berlin aktiv zu werden.

Worum geht es genau?

Wir arbeiten im Moment an verschiedenen Projekten. So wollen wir zum Semesterstart Anfang November Aktionstage organisieren, um auf die Wohnraumsituation von Studierenden aufmerksam zu machen. Dafür suchen wir noch Leute, die beim Organisieren mithelfen!

Das Treffen ist offen für alle Studierende, die Lust haben sich politisch zu engagieren: Egal ob sie schon länger zu dem Thema Mietsteigerung arbeiten oder neu einsteigen wollen.

Mittwoch, 2.Oktober um 18 Uhr
Dorotheenstraße 24 (HU Berlin)
, Raum 1.504 (5. Stock)
Kommt vorbei und macht mit!

Über die anstehenden Termine, Treffen und Aktionen werdet ihr auf der Website von „Studis gegen hohe Mieten“ regelmäßig informiert.