Archiv der Kategorie 'Demo 3.9.'

Demo-Nachbereitung und Stadtvernetzt

Sonntag, den 25. September gibt es um 17 Uhr das große Nachbereitungstreffen zur Mietenstopp-Demonstration. Davor, um 14 Uhr ist das Stadtvernetzt-Treffen der Kiezinitiativen und stadtpolitischen Gruppen. Mit Kaffee & Kuchen.

Alles beides in der NewYorck im Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz 2a, Kreuzberg.

Bewegende Bilder von der 3.9.-Demo


Ein Videobericht von der Mietenstopp-Demonstration am 3. September 2011 von Leftvision.

FuldaWeichsel blickt auf Mietenstopp-Demo

Keine Ahnung warum, aber es gibt kaum Fotos der Mietenstopp-Demo vom Fronttransparent und der Demospitze. Hier ist eines mit Seltenheitswert:

Das Foto wurde vom Eckhaus Fuldastraße/Weichselplatz aus gemacht, deren Redebeitrag sich auf dem FuldaWeichsel-Blog findet („Wir sind nicht eure Altersvorsorge!“). Weitere Fotos von FuldaWeichsel bei Flickr.

Mietenstopp bei Dreyeckland

Das freie Radio Dreyeckland hat mit Jörn Schulte von der Pressekoordination für die Mietenstopp-Demonstration gesprochen. Das Interview der Sendung „Punkt12″ kann auf der Internetseite des Senders angehört oder heruntergeladen werden.

Größte Mieterdemo seit 20 Jahren – ohne Parteien

Die absolute Absage der Mietenstopp-Demonstration an alle Parteien hat auf der Demo selbst viel Beifall gefunden und wird in der Lokalpresse neugierig beäugt. Christian Linde hat in der Zeitung Junge Welt über die Demonstration berichtet. Dabei richtete er das Augenmerk auch darauf, dass sich nach der Wahl die Interessen der Parteien änderten:

In einer ersten Bilanz vom Sonntag sprachen die Organisatoren von einem Erfolg. »Der Protest ist mittlerweile breit in der Bevölkerung verankert«, erklärte Luise Horn für die Vorbereitungsgruppe. So hätten erstmals Familien, Rentner, Bewohner von Hausprojekten, linke Initiativen und Autonome gemeinsam ihr Anliegen vertreten. Zudem sei eine Instrumentalisierung sowohl durch die Regierungs- als auch durch die Oppositionsparteien verhindert worden. »Wir erleben die größte selbstorganisierte Protestaktion von Mietern in der Stadt seit zwanzig Jahren«, resümierte der Stadtsoziologe Andrej Holm am Rande der Demonstration. (…)

Unterdessen wollen die Mieter- und Stadtteilgruppen ihre Arbeit fortsetzen und sich weiter unabhängig organisieren. Diese Unabhängigkeit sieht Joachim Oellerich, Sprecher der Berliner Mietergemeinschaft, nach dem 18. September vor allem durch Die Linke ernsthaft gefährdet. Dasselbe neoliberale Führungspersonal, das zwei Legislaturperioden lang die Wähler zugunsten seiner Mandate schwer getäuscht habe, werde versuchen, sich nach dem zu erwartenden Machtverlust in die verschiedenen Protestbewegungen einzunisten, erwartet Oellerich. »Wenn diese Partei ein wirkliches Interesse an sozialer Politik hätte, müßte sie damit beginnen, ihre eigene Führungsschicht zu ersetzen. Das aber ist nicht zu erwarten.«