Jetzt reichts! – Gegen Mieterhöhung, Verdrängung und Armut

Die Mieten steigen rasant in Berlin. Für viele Mieterinnen und Mieter sind sie bereits zu hoch. In der ganzen Stadt werden Menschen mit geringem Einkommen aus ihren Wohnungen und ihrer Nachbarschaft verdrängt. Migrantinnen und Migranten trifft es zuerst, aber auch die Rentnerin von nebenan genauso wie den Hartz-IV-Empfänger oder die Alleinerziehenden. Es betrifft uns alle, egal woher wir kommen!

Jetzt ist Wahlkampf. Die Parteien versprechen uns viel, aber wir glauben ihnen kein Wort. In Wahrheit haben sie den Sozialen Wohnungsbau abgeschafft, öffentliches Eigentum wie die Wasserbetriebe verhökert, die städtischen Wohnungsbaugesellschaften verscherbelt oder auf Gewinn getrimmt. Ganz offensichtlich nehmen Politikerinnen und Politiker in Kauf, dass Leute mit kleinem Einkommen aus ihrem Zuhause verdrängt und ihren sozialen Zusammenhängen gerissen werden. Deshalb: Parteien und ihre Symbole haben auf der Demo nichts zu suchen.

Wir nehmen das Problem jetzt selbst in die Hand!

Wir Mieterinnen und Mieter organisieren Stadtteilversammlungen, Kiezspaziergänge und Aktionen. Stadtteilgruppen entstehen gerade stadtweit und rufen jetzt gemeinsam zu dieser Großdemonstration auf. In Initiativen zusammengeschlossene Mieterinnen und Mieter aus allen Stadtteilen und Stadtteilgruppen werden die Demonstration anführen. Ob in Prenzlauer Berg, Zehlendorf, Moabit, Wedding, Schöneberg, Mitte oder Friedrichshain – die Probleme sind bezirksübergreifend. Neukölln, Alt-Treptow und Kreuzberg, durch die die Demonstration führen wird, stehen mit ihren Problemen beispielhaft für die Verdrängungsprozesse in der ganzen Stadt.

Wir wollen den Widerstand der Mieterinnen und Mieter gegen Verdrängung und Mieterhöhungen stärken.
Alle Menschen sollen wohnen können, wo sie wollen. Bezahlbare Wohnungen für alle und überall! Wohnen ist ein Menschenrecht und keine Ware. Wir zahlen unsere Miete nicht für Rendite.

Wir tragen unsere Wut auf die Straße
am 3. September um 14 Uhr ab Hermannplatz

Bringt eure Nachbarinnen und Nachbarn und kurze Beiträge aus euren Stadtteilen mit. Für Menschen, die nicht gut laufen können, sind Wagen zum Sitzen geplant. Zum Austausch wird es ein offenes Mikrophon geben.

Vorbereitungsgruppe: [Stadtteilinitiative Schillerkiez, AntiGen (Neukölln), Karla Pappel Initiative (Alt-Treptow), Wem gehört Kreuzberg (Graefe-,Chamisso- & Großbeerenkiez), Café Reiche (Reichenberger Kiez), Wrangelkiez-Initiative, Kiezforum Rixdorf, Kampagne gegen Zwangsumzüge, Projekte-Vernetzung in Mitte, Prenzlauer Berg und Wedding, Mieterinitiative Onkel-Tom-Siedlung, Mieter_innen der 23 an die GSW verschenkten Häuser, Kampagne Steigende Mieten Stoppen!, Spreepirat_innen] > Organisiert in „Stadtvernetzt“;
Avanti – Projekt undogmatische Linke, Antifaschistische Linke Berlin, Andere Zustände Ermöglichen.

Download:
Faltblatt (deutsch) - PDF-Dokument 640KB
Faltblatt (türkisch) - PDF-Dokument 620KB

Weitere Informationen zur Demonstration

Unterstützungsaufruf
Route der Demonstration
Alle Blog-Meldungen zur Demonstration
Demonstrations-Konzept (Diskussionsbeitrag, März 2011)
Pressegruppe zur Mietenstopp-Demonstration

Material: Plakat und Faltblatt

Zum Verteilen der Plakate und Faltblätter, zum Verschicken per Email oder zum Ausdrucken und weiter reichen.

An welchen Orten liegen Plakate und Faltblätter aus?

Plakat und Faltblatt zum Herunterladen

Material: Banner zum Verlinken im Netz

Banner Mietenstopp Demo 3.9. 200x124Die Mietenstopp-Demonstration am 3. September soll groß und kraftvoll werden. Sie soll dem Interesse der Mieterinnen und Mieter Ausdruck verleihen, dass der profit-orientierten Stadtentwicklung ein Ende gesetzt werden muss. Dass aber auch nur die Selbstorganisierung jenseits der etablierten Parteien eine starke Mieterbewegung und einen Wandel der Verhältnisse bringen kann.

Je mehr Mieter/innen, Initiativen, Organisationen und Zusammenhänge diesen Wunsch teilen und zur Demonstration mobilisieren, um so besser. Am wichtigsten ist es, mit Nachbarinnen und Freunden, Kolleginnen und anderen über die steigenden Mieten und das Problem der Verdrängung aus dem Kiez zu sprechen, von der Demo zu erzählen und gemeinsam zu überlegen, was getan werden kann.

Mit Bannern kann im Internet auf die Demonstration und die Hintergründe verwiesen werden.